Riester-Rente: Familien erzielen die höchsten Förderquoten

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Jeder Bürger soll einen Teil seines Einkommens für den Ruhestand sparen. Der Gesetzgeber peilt an, dass der Einzelne im Durchschnitt zumindest vier Prozent des Bruttoeinkommens aus der eigenen Tasche für die spätere Rente zurücklegen soll.

Um dieses Ziel zu erreichen, fördert der Staat im Rahmen der Riester-Rente die private Vorsorge mit Zulagen und der Möglichkeit zum Steuerabzug. Vorausgesetzt, die Beiträge werden in bestimmte, zertifizierte Anlageformen investiert.

So gibt es bei der Riester-Rente für jeden berechtigten Erwachsenen eine Grundzulage und für jedes kindergeldberechtigte Kind eine Kinderzulage.

Die volle Zulagenförderung erhält, wer vier Prozent - oder maximal 2.100 Euro - seines sozialversicherungspflichtigen Vorjahresbruttoeinkommens in eine private Altersvorsorge einzahlt.

Es gilt umgekehrt aber auch: Wer weniger als vier Prozent seines Einkommens in eine Riester-Rente einzahlt, bekommt auch entsprechend weniger staatliche Förderung. Jeder Versicherte kann bis zu zwei förderfähige Altersvorsorgeverträge abschließen und darauf die Förderung verteilen.

Zudem besteht die Möglichkeit eines steuerlichen Sonderausgabenabzugs, und zwar in den Fällen, in denen die Zulagen nicht ausreichen, um die selbst geleisteten Beiträge rechnerisch steuerfrei zu stellen. Schließlich sind die Rentenzahlungen später voll zu versteuern.

Der Aufbau einer Riester-Rente erfordert zwar eine Eigenleistung, ist aber auch für Personen mit geringem Einkommen interessant. Denn schon bei Einhaltung des so genannten Sockelbetrags in Höhe von 60 Euro profitieren Sparer von den Zulagen des Staats oder dem Sonderausgabenabzug.

Tipp
Den Antrag auf Zulagenförderung muss der Versicherte innerhalb von zwei Jahren bei seinem entsprechenden Vertragspartner stellen. Die Förderung für 2009 kann er also noch bis zum 31. Dezember 2011 beantragen.

 

Quelle: Bundesverband deutscher Banken

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