Riester-Förderung: Kreis der Begünstigten ausgedehnt

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Um die finanzielle Lücke zwischen Arbeitseinkommen und gesetzlicher Rente zu verringern, empfiehlt sich eine zusätzliche private Altersvorsorge.

Dafür unterstützt der Staat sparende Arbeitnehmer und Beamte sowie deren Angehörige seit dem Jahr 2002 mit der sogenannten Riester-Förderung. Je früher mit dem Sparen begonnen wird, desto größer ist der Zinseszinseffekt der Geldanlage.

Zusatzbonus für Berufseinsteiger

Dieser Zinseszinseffekt wäre für Berufseinsteiger eigentlich schon Grund genug, so bald wie möglich die Förderberechtigung zu nutzen und einen Riester-Vertrag abzuschließen. Nun legt die Regierung einmalig noch 200 Euro obendrauf für alle, die bis zum Alter von 25 Jahren mit dem Riester-Sparen beginnen.

Die erhöhte Förderung für junge Riester-Sparer ist Teil des "Eigenheimrentengesetzes", das die Bildung von Wohneigentum bezuschusst.

Vorsorgetipp
Die Sonderzulage für Berufseinsteiger können auch Aushilfskräfte mit einem 400-Euro-Job, z.B. Studenten, in Anspruch nehmen. Um die Riester-Förderung zu erhalten, müssen sie lediglich den Pauschalbeitrag des Arbeitgebers zur gesetzlichen Rentenversicherung (15 Prozent) auf den vollen Beitragssatz (19,9 Prozent) aufstocken. Durch diese Pflichtbeiträge erwerben sie volle Leistungsansprüche gegenüber der gesetzlichen Rentenversicherung und beginnen so bereits in jungen Jahren mit dem Ansammeln von Wartezeiten für die spätere Rente. Wer schon mit 20 Jahren rentenversicherungspflichtig arbeitet, kann mit 65 Jahren Rente beziehen und muss nicht bis 67 warten.

Auch Rentner mit Erwerbsminderung können jetzt riestern


Weitere Änderung: Der Kreis der Förderberechtigten wurde erweitert. Durch eine Neufassung von § 10a EStG kommen künftig auch Steuerpflichtige, die eine Rente wegen voller Erwerbsminderung oder Erwerbsunfähigkeit oder eine Versorgung wegen Dienstunfähigkeit erhalten, in den Genuss der Riester-Förderung, wenn sie vor ihrem Rentenbeginn bereits zum förderberechtigten Personenkreis gehörten.

Generell gilt: Förderberechtigt sind alle rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmer und Selbstständigen sowie Beamte, Richter und Berufssoldaten. Auch Minijobber, die den pauschalen Rentenversicherungsbeitrag ihres Arbeitgebers auf den vollen Beitragssatz aufstocken, sowie Elternteile in der Kindererziehungszeit (in den ersten drei Jahren nach der Geburt) und Arbeitslose können die staatliche Förderung für ihre Altersvorsorge erhalten.

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