Rentenversicherung: Nachholfaktor soll gekürzt werden

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Im Zuge der Beratung zur Rente mit 67 ist auch der so genannte Nachholfaktor in die Diskussion geraten.

Die Rentenerhöhung folgt der Entwicklung der Löhne. Sie wird aber um den so genannten Riester-Faktor und um den Nachhaltigkeitsfaktor gekürzt. Letzter berücksichtigt das Verhältnis von Rentnern zu Arbeitnehmern.

Diese Faktoren führten dazu, dass die Renten 2005 um 1,1% und in 2006 um 0,6% hätten gesenkt werden müssen - das hätte immerhin einen Gesamtbetrag von rund 3,4 Mrd. € ausgemacht.

Dies wurde durch die neu eingeführte Sicherungsklausel verhindert. Rentenkürzungen machen sich beim Wähler nicht gut. Um diese nicht durchgeführten Kürzungen aber nicht einfach verpuffen zu lassen, sollen sie bei zukünftigen Erhöhungen verrechnet werden. Eine Erhöhung im Jahr 2007 um 1,2% würde beispielsweise nicht wirken, weil noch 1,7% aus der Vergangenheit zu berücksichtigen sind. Bei der erwarteten Lohnentwicklung und den demografischen Entwicklungen bedeutet dies auf längere Zeit Nullrunden für die Rentner.

Die Regierung will nun den Nachholfaktor erst in 2011 statt wie geplant ab 2010 einführen. Zudem soll er halbiert werden. In dem vorstehend genannten Beispiel würden dann nicht 1,7% angerechnet, sondern lediglich 0,85%. Somit gäbe es eine leichte Rentenerhöhung.

Sicher freuen sich die Betroffenen über die Erhöhungen. Doch klar ist, dass wieder der Pfad der »Renten-Tugend« verlassen wird. Die Rentenkassen werden belastet, obwohl nicht die entsprechende Produktivität bzw. Einnahmen zur Verfügung stehen. Eine solche Regelung geht zu Lasten der Jüngeren, die diese zu hohen Renten finanzieren müssen.

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