Rentenversicherung: Eltern zahlen weiterhin vollen Beitrag

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In der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es auch künftig keinen erhöhten Beitrag für Kinderlose - anders als etwa in der gesetzlichen Pflegeversicherung, wo Kinderlose 0,25 Prozent zusätzlich zahlen.

Auch eine Beitragsermäßigung für Eltern ist nicht in Sicht, und das, obwohl die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung stark vom Nachwuchs abhängt.

Das bemängelten drei kinderreiche Väter, die den vollen Rentenbeitrag von Eltern für nicht verfassungsgemäß hielten. Sie klagten deshalb vor dem Bundessozialgericht (Az. B 12 KR 16/05 R, 19/04 R und 20/04 R). Eltern leisten einen generativen Beitrag zur Rente, argumentieren sie und verwiesen auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom April 2001, wonach Eltern bei der Pflegeversicherung besser gestellt werden müssen als Kinderlose.

Die drei Väter waren allerdings bereits im Jahr 2003 mit gleich lautenden Klagen vor dem Bundessozialgericht aus formalen Gründen gescheitert. Die drei Väter wollen nun vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

Unser Versicherungstipp
Wie dieser Grundsatzstreit vor dem Bundesverfassungsgericht ausgeht, bleibt spannend. Überlegenswert für Eltern ist es derweil, alle staatlichen Vergünstigungen und Förderungen für die Kindererziehung zu nutzen, angefangen beim Kindergeld über das Elterngeld bis hin zur steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten und zur Riester-Förderung. Außerdem gewährt die Deutsche Rentenversicherung eine Art Beitragsbonus in Form von beitragsfreien Kindererziehungszeiten und versicherungsrechtlichen Zugangsvorteilen.

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