Renteneintritt: Auf Krankenversicherung achten

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Nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben ist man nicht automatisch in der gesetzlichen Krankenversicherung der Rentner (KVdR) seiner Krankenkasse versichert. Nur wer in der zweiten Hälfte der Erwerbszeit mindestens zu 90 Prozent Mitglied in einer Krankenkasse war (Vorversicherungszeit), wird als Pflichtversicherter in die KVdR aufgenommen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob man während der Erwerbszeit als Pflichtmitglied oder gesetzlich freiwillig krankenversichert war. Auch Zeiten der Familienversicherung und einer Versicherung in der ehemaligen DDR werden auf die Vorversicherungszeit angerechnet.

Vorteil: Wer pflichtversichert ist in der KVdR, bekommt die Hälfte seiner Beiträge von der gesetzlichen Rentenversicherung bezahlt. Die Deutsche Rentenversicherung führt die Beiträge an die Krankenkasse ab und übernimmt dabei die Hälfte davon.

Nach Arbeit im Ausland

Wenn man in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens mehrere Jahre im Ausland und währenddessen privat versichert war, kann man sich auch nicht pflichtversichern. Allerdings kann man innerhalb von drei Monaten einen Antrag auf freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung stellen, wenn man vor dem Auslandsaufenthalt gesetzlich versichert war.

Freiwillig und privat Versicherte zahlen Beiträge allein

Freiwilige Mitglieder in einer gesetzlichen Krankenkasse und privat versicherte Rentner zahlen die kompletten Beiträge zur Krankenversicherung selbst und erhalten nur auf Antrag beim Rentenversicherungsträger einen Zuschuss zur Krankenkasse.

Bei der Beitragsberechnung freiwillig versicherter Rentner werden neben der Rente auch alle anderen Einnahmen, wie z.B. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, berücksichtigt. Dafür zahlt der Rentenversicherungsträger keinen Zuschuss.

Auf Betriebsrenten sind die Beiträge von Pflichtversicherten und von freiwillig versicherten Rentnern allein zu tragen. Privat Versicherte müssen keine höheren Beiträge befürchten, weil sich die Beitragshöhe nach dem individuellen Risiko, nicht nach der finanziellen Leistungsfähigkeit des Versicherten bemisst.

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