Rentenbesteuerung:  Der Fiskus erfährt alles

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Ab 2009 müssen alle Rentenkassen dem Fiskus ihre Rentenzahlungen melden.

Gesetzliche Renten waren schon immer steuerpflichtig. Doch die meisten Rentner blieben in der Vergangenheit von Steuerzahlungen verschont, weil bis 31.12.2004 nur ein relativ kleiner Teil der Rente als Grundlage für die Bemessung der Steuer herangezogen wurde (bei Renteneintritt mit 65 Jahren 27 Prozent der Rente). Das hat sich seit 1.1.2005 geändert. Seither sind mindestens 50 Prozent der Rente zu versteuern. Bei Renteneintritt in diesem Jahr sogar 56 Prozent.

Außerdem müssen ab dem Jahr 2009 alle Rentenzahlungen dem Finanzamt gemeldet werden. Dadurch weiß der Fiskus ziemlich genau, wie hoch die gesamten Renteneinkünfte jedes Rentners sind. Das kann im kommenden Jahr u. U. zu Steuernachforderungen führen. Treffen kann es vor allem Rentner, die über weitere Einkünfte verfügen. In Frage kommen zum Beispiel Mieteinnahmen, Betriebsrenten oder Kapitaleinkünfte.

Tipp
Auch wer sich nicht sicher ist, ob er Steuern zahlen muss, sollte eine Steuererklärung abgebeben, um sich Ärger zu ersparen bzw. auf der sicheren Seite zu sein.

Worauf Rentner achten müssen

Die erst allmählich wachsende Rentenbesteuerung und vor allem der Grundfreibetrag von 7.664 Euro für Alleinstehende und 15.328 Euro für Verheiratete sorgen dafür, dass die meisten Rentner bisher keine Steuern zahlen mussten.

Alleinstehende Neurentner des Jahres 2008 ohne Nebeneinkünfte sind ab einer Monatsrente von rd. 1.400 Euro brutto steuerpflichtig, verheiratete Rentnerpaare ab rd. 2.800 Euro Monatsrente brutto. Das gilt allerdings nur dann, wenn sie keinerlei weitere Einkünfte erzielen.

Rentner müssen eine Steuererklärung einreichen,
  • wenn sie neben ihren Versorgungsbezügen weiterhin Arbeitslohn oder andere Einkünfte erhalten,
  • wenn der Ehepartner noch arbeitet oder
  • wenn sie eine Betriebsrente, Privatrente, Riester- oder Rürup-Rente beziehen.
Das Bundeszentralamt für Steuern hat jedem Bundesbürger eine persönliche Identifikationsnummer zugeteilt. Diese elfstellige Nummer müssen alle Steuerpflichtigen künftig bei ihren Steuererklärungen oder anderen Mitteilungen an den Fiskus angeben - auch Rentnerinnen und Rentner.

Tipp
Rentner und Pensionäre sollten eventuell versäumte Steuererklärungen nachreichen. Bei Nachfragen sollten sie sich auf steuerliche Unkenntnis berufen, denn aufgrund der vielen Freibeträge und Pauschalen für Rentner und Pensionäre ist es nicht ganz einfach zu errechnen, wann Steuerpflicht eintritt.

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