Renten steigen 2009 erheblich

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Die Renten steigen zum 1.7.2009 dieses Jahres um 2,41 % im Westen und 3,38 % im Osten Deutschlands. Das ist die höchste Steigerung seit 1994 (Westen) bzw. 1997 (Osten).

Das hat das Bundeskabinett am Mittwoch, 22.4.2009, beschlossen. Nach drei Nullrunden in den Jahren 2004 bis 2006 erhielten die Rentner im Juli 2007 nur 0,54 % mehr. Im Juli 2008 betrug die Erhöhung 1,1 %.

Die recht deutlichen Steigerungen im letzten und in diesem Jahr wurden allerdings nur möglich, weil 2008 der die Rentenanpassung kürzende "Riester-Faktor" um zwei Jahre verschoben wurde. Ohne die Aussetzung dieses Faktors wäre die Rentenerhöhung jetzt um 0,64 Prozentpunkte geringer ausgefallen. Da sich nach der Bundestagswahl alle Kürzungsfaktoren wieder voll auswirken, werden die Rentenanpassungen der Jahre 2010 bis 2012 sehr wahrscheinlich deutlich unter einem Prozent liegen.

Für die jetzige Rentenanpassung sind neben der Aussetzung des Riester-Faktors vor allem auch die vergangenen Lohnsteigerungen entscheidend. Die anpassungsrelevanten (beitragspflichtigen) Löhne sind im letzten Jahr in den alten Bundesländern um 2,1 % und in den neuen Ländern um 3,1 % gestiegen. Daneben hat sich diesmal auch der Nachhaltigkeitsfaktor, der die Entwicklung des Verhältnisses von Rentnern zu versicherungspflichtigen Beschäftigten berücksichtigt, positiv ausgewirkt. Er bewirkt in diesem Jahr eine Steigerung von 0,3 Prozentpunkten.

Die Rentenerhöhung gilt nicht nur für die gesetzliche Rentenversicherung, sondern auch für die Alterssicherung der Landwirte und in der Unfallversicherung. Außerdem gilt sie auch für die rund 7,6 Millionen bedürftigen Menschen, die Arbeitslosengeld II sowie Grundsicherung im Alter bzw. Sozialhilfe erhalten. Denn die Anpassung der Regelsätze für Grundsicherungsempfänger ist an die Rentenentwicklung (im Westen) gekoppelt. Der Eckregelsatz für einen Alleinstehenden (Haushaltsvorstand) steigt somit zum 1.7.2009 von 351 auf 359 € im Monat.

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