Rente: Höhere Kassenbeiträge schmälern verfügbares Einkommen

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Die meisten Rentner werden trotz Rentenerhöhung auch in diesem Jahr weniger Geld in der Tasche haben, unter anderem wegen der Preissteigerungsrate und der höheren Belastungen für Gesundheit und Pflege.

Im Juli 2011 werden die Renten vermutlich um etwa ein Prozent steigen. Die genaue Höhe der Rentenerhöhung 2011 wird jedoch erst im Frühjahr festgelegt. Sicher ist jedoch bereits, dass es nicht zu der ursprünglich erwarteten Nullrunde kommen wird.

Der Durchschnittsrentner mit rund 1.000 Euro monatlicher Rente kann damit auf eine Rentenerhöhung von zehn Euro hoffen, wenn es zu der jetzt prognostizierten Rentenerhöhung kommt. Bezieher niedrigerer Renten von etwa 700 Euro müssen sich mit sieben Euro zufrieden geben. Wer noch weniger Rente bezieht und auf aufstockende Sozialhilfe angewiesen ist, sieht von der Rentenerhöhung keinen Cent, da sie auf die aufstockenden Leistungen angerechnet wird. Allerdings wird er von der Erhöhung des vom Hartz IV-Regelsatz abgeleiteten Regelsatzes der Grundsicherung profitieren. Nach gegenwärtigen Plänen der Regierung werden das fünf Euro im Monat sein. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

Das tatsächlich verfügbare Einkommen der Rentner wird damit in jedem Fall erneut sinken. Die Rentenerhöhung 2011 um ein Prozent wird erfahrungsgemäß bereits durch die Inflation mehr als aufgezehrt werden. Wie hoch die Inflationsrate im nächsten Jahr genau sein wird, ist heute nicht exakt vorhersagbar. Aber eine Inflationsrate von weniger als ein Prozent ist nicht zu erwarten.

Hinzu kommen weitere absehbare oder bereits beschlossene Kostensteigerungen für Rentner. Die Krankenkassenbeiträge sind von 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent gestiegen, und zwar bereits zum ersten Januar. Die Erhöhung der Renten erfolgt erst zum ersten Juli. Auf das gesamte Jahr gerechnet kostet die Erhöhung der Krankenkassenbeiträge also mehr, als die erwartete Rentensteigerung einbringt.

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