Noch 2011 eine Rente mit 60 sichern

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Die Anhebung der Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung wird auch im Bereich der privaten und betrieblichen Altersvorsorge nachvollzogen. Dadurch gibt es Verschiebungen des frühesten Rentenbeginns bei Neuabschluss einer Privat-Rente, einer Riester-Rente, einer Rürup-Rente und einer staatlich geförderten Betriebs-Rente.

Die Altersgrenze für die Regelaltersrente steigt zwischen 2012 und 2029 von 65 auf 67 Jahre. Bei den privaten und betrieblichen Renten wird der frühestmögliche Rentenbeginn bei neuen Verträgen im gleichen Zeitraum von 60 auf 62 Jahre angehoben.

Dass die Anhebung der Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung hat auch für die betriebliche Altersversorgung Folgen hat, geht aus einem BMF-Schreiben von März 2010 hervor, in dem Klarstellungen zur steuerlichen Förderung der privaten und betrieblichen Altersvorsorge vorgenommen wurden. Für Betriebsrentenzusagen, die ab 1.1.2012 vorgenommen werden, ist als Untergrenze für den Bezug der Altersrente die Vollendung des 62. Lebensjahrs anzusetzen.

Wer also bis 31.12.2011 einen Riester-Vertrag eine Rürup-Rente oder eine betriebliche Entgeltumwandlung abschließt, kann sich seine Rente noch frühestens mit Vollendung des 60. Lebensjahrs auszahlen lassen. Ab 1.1.2012 erhalten neu abgeschlossene Verträge nur dann die Förderung, wenn die Auszahlung frühestens mit Vollendung des 62. Lebensjahrs beginnt.

Tipp
Wenn Sie überlegen, zusätzlich zur gesetzlichen Rente für Ihren Ruhestand vorzusorgen, empfiehlt es sich, dass noch in diesem Jahr zu tun. Dann können Sie flexibler über Ihren Rentenbeginn bestimmen. Wer noch in diesem Jahr eine Privat-, Riester-, Rürup- oder Betriebs-Rente abschließt, kann die Rente mit 60 Jahren beginnen lassen. Außerdem sichert er sich eine höhere Garantieverzinsung (nämlich 2,25 Prozent p.a.) als beim Abschluss im kommenden Jahr (nur noch 1,75 Prozent p.a.). Selbst wenn die Rente dann doch später in Anspruch genommen wird, weil der Sparer sie mit den Zahlungen aus der gesetzlichen Rente gleichschaltet, erhält er sich zumindest erst einmal die größere Flexibilität. Eine Riester-Rente kann z.B. bei einem gleitenden Übergang von der Arbeits- in die Rentenphase, bei dem die letzten Jahre nur noch in Teilzeit gearbeitet wird, eine finanzielle Kompensation liefern.

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