Lohnt es sich, bei Minijob den Rentenbeitrag aufzustocken?

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Die Gelegenheit, sich günstig Ansprüche gleich auf zwei Renten (die gesetzliche Rente und die Riester-Rente) zu sichern, sollte sich kein Minijobber entgehen lassen. Er braucht bloß die pauschalen Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung auf den vollen Beitragssatz aufzustocken.

Rund 250.000 Minijobber nutzen bereits diese Gelegenheit. Der Anteil der sogenannten Aufstocker unter den Minijobbern ist seit Mitte 2006 deutlich gestiegen. Während bis 30.6.2006 nur etwa 2 Prozent der geringfügig Beschäftigten bereit waren, den Rentenbeitrag ihres Arbeitgebers aus eigener Tasche aufzustocken, waren es Mitte 2008 bereits nahezu 4 Prozent.

Ursache dieser Verdoppelung ist die Erhöhung des pauschalen Arbeitgeber-Rentenbeitragssatzes für Minijobber ab 1.7.2006. Damals stieg der Beitragssatz für die Unternehmen von 13 auf 15 Prozent. Damit sank zugleich der Eigenanteil der aufstockenden Minijobber von 6,5 auf 4,5 Prozent (derzeit 4,9 Prozent) des Bruttolohns.

Die Folge: Ein Minijobber mit einem Monatsverdienst von 400 Euro muss jetzt nur noch 19,60 Euro monatlich aufwenden, um sich einen Anspruch auf die staatliche Riester-Förderung zu sichern. Außerdem fällt die spätere Altersrente eines Aufstockers etwas höher aus und er hat bei Bedarf Anspruch auf eine Reha-Leistung oder eine Erwerbsminderungsrente.

Tipp
Die Aufstockung lohnt sich immer. Ob sie tragbar ist, hängt vom Verdienst ab, z. B. bei Geringverdienern, die regelmäßig weniger als 155 Euro monatlich erhalten. Denn der Aufstockungsbeitrag wird von mindestens 155 Euro im Monat berechnet (Mindestbeitragsbemessungsgrundlage). Das sind monatlich 7,60 Euro. Bei einem monatlichen Verdienst von 76 Euro wären das 10 Prozent des Lohns. Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Chef. Ihr Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, Sie zu Beginn Ihrer Beschäftigung über die Aufstockung zu informieren.

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