Kleine Steuerersparnis bringt doppelten Nutzen

 - 

Wie Verbraucher vom Bürgerentlastungsgesetz profitieren können.


Seit Anfang des Jahres macht sich das neue Bürgerentlastungsgesetz bei den meisten Arbeitnehmern in barer Münze bemerkbar – wenn auch auf den ersten Blick mit eher unscheinbaren Beträgen. Doch woher kommt eigentlich die kleine Finanzspritze? Und was anfangen mit dem neuen Steuer-Bonus?

Sowohl Angestellte als auch Selbstständige können die gewährte Entlastung doppelt nutzen, wenn sie die betriebliche Altersversorgung dazu nutzen.

 
Manchem mag es zunächst gar nicht aufgefallen sein, doch ein Blick auf die ersten Lohnabrechnungen des Jahres bestätigt: Arbeitnehmer haben seit Jahresbeginn monatlich im Schnitt ein wenig mehr Gehalt auf dem Konto. Doch woher kommt der plötzliche Geldsegen?
 
 
Entlastung per Gesetz
 
Mit dem am 1.1.2010 in Kraft getretenen Bürgerentlastungsgesetz sind die steuerlich absetzbaren Höchstbeträge für Kranken- und Pflegeversicherungen gestiegen. Das zahlt sich im verfügbaren Einkommen aus. So kann sich ein pflichtversicherter, dreißigjähriger Single bei einem Bruttogehalt von 2.500 Euro seit Jahresbeginn monatlich über knapp 40 Euro mehr im Porte­monnaie freuen.

Der Clou dabei: Zusätzliche Steuervorteile machen – z.B. im Rahmen einer betrieblichen Altersversorgung – aus dem kleinen Betrag später eine stattliche Zusatzrente. Und die wird, betrachtet man die Prognosen zur Entwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung, später einmal auch bitter nötig sein.
 
 
Doppelter Nutzen
 
Bei der aktuellen Steuerentlastung lohnt es sich für viele Arbeitnehmer, den zunächst eher geringen Plusbetrag in eine betriebliche Altersversorgung wie z.B. eine Pensionskasse zu investieren.

Bei einer betrieblichen Altersversorgung geht ein Teil des Gehalts direkt vom Arbeitgeber in die Pensionskasse, wodurch der Bruttolohn des Arbeitnehmers um diesen Betrag sinkt. Das wirkt sich positiv auf die Höhe der zu entrichtenden Steuern und Sozialabgaben aus. Da sich deren Bemessung am verringerten Bruttogehalt orientiert, fallen geringere Steuern und Sozialabgaben an. Auf diese Weise steigt der Nettolohn – also der Betrag, der schließlich als verfügbares Gehalt auf dem Konto des Arbeitnehmers landet.

Konkret bedeutet das: Entscheidet sich der zuvor erwähnte 30-Jährige, monatlich 42 Euro in eine betriebliche Altersversorgung einzuzahlen, anstatt sein zusätzliches Nettoeinkommen durch das Bürgerentlastungsgesetz für den Konsum zu verwenden, zahlt sich das doppelt aus: Denn die Verminderung des Bruttolohns in Kombination mit den geringeren Steuern und Sozialabgaben führt dazu, dass er bei gleichem Nettogehalt wie zuvor monatlich einen Betrag von über 80 Euro in die Pensionskasse einzahlen kann. Auf diese Weise wird aus einem kleinen Steuergeschenk der Regierung eine attraktive Altersrente – und das ohne finanziellen Mehraufwand.
 

 

Weitere News zum Thema

  • Viele fürchten finanzielle Probleme im Alter

    [] (verpd) Eine repräsentative Befragung zeigt, dass die meisten Bürger nicht mit der voraussichtlichen Höhe ihrer künftigen gesetzlichen Altersrente zufrieden sind. Mehr als jeder Zweite rechnet im Rentenalter aufgrund der voraussichtlichen finanziellen Situation mit einem niedrigeren Lebensstandard wie bisher. mehr

  • EU-Kommission fragt Bürger zur privaten Altersvorsorge

    [] (verpd) Im Rahmen einer Konsultation zur privaten Rentenversicherung erhalten neben Versicherern und Verbänden auch Verbraucher jetzt die Gelegenheit mitzureden. Allerdings steht der dafür vorhergesehene, online abrufbare Fragebogen nur in englischer Sprache zur Verfügung. mehr

  • Geburtenzahl erreicht höchsten Stand seit dem Jahr 2000

    [] (verpd) Nach vorläufigen Destatis-Zahlen ist die Zahl der Lebendgeburten 2015 um über drei Prozent auf gut 737.630 gestiegen. Das sind so viele wie seit 2000 nicht mehr. Gleichzeitig gab es mit über 925.200 Sterbefällen die höchste Zahl nach 1985. Die Geburtenrate reichte daher auch 2015 nicht aus, um die Zahl der Sterbefälle auszugleichen. Wegen der starken Zuwanderung dürfte die Bevölkerung dennoch um knapp eine Million Menschen zugenommen haben. mehr

  • Mehrheit der Solo-Selbstständigen hat keine Altersvorsorge

    [] (verpd) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ist in einer Studie unter anderem der Frage nachgegangen, inwieweit die zwei Millionen Solo-Unternehmer in Deutschland finanziell für ihr Alter vorsorgen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Mehr als jeder zweite betroffene Selbstständige betreibt überhaupt keine Altersvorsorge. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.