Gesetzliche Rentenversicherung: Fehlende Versicherungszeiten melden

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Wer Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlt, erhält jährlich eine aktualisierte Renteninformation.  Bei Lücken im Versicherungsverlauf sollte man die fehlenden Zeiten seinem Rentenversicherer sofort melden und die entsprechenden Nachweise möglichst im ORIGINAL beifügen.

Die Versicherten erhalten ihren Versicherungsverlauf mit der ersten Renteninformation sowie nach Vollendung des 43. Lebensjahrs in regelmäßigen Abständen von der Rentenversicherung zugesandt.

Die Renteninformation bekommen alle Versicherten, die mindestens 27 Jahre alt und fünf Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung sind. Sie kommt einmal im Jahr. Dieses Schreiben bietet aber nur bedingt eine Gelegenheit, die Vollständigkeit der Rentenunterlagen zu prüfen. Der Versicherungsverlauf wird nämlich nicht immer beigefügt. Lücken  „springen“ einem hierbei nicht ins Auge.

Ratsam ist eine möglichst schnelle Nachmeldung fehlender Versicherungszeiten. Je länger man mit der Meldung wartet, desto schwieriger kann es werden, fehlende Nachweise nachträglich zu erhalten. Das liegt nicht zuletzt an den kürzer gewordenen gesetzlichen Aufbewahrungszeiten von Unterlagen bei Krankenkassen, Arbeitsagenturen und Arbeitgebern.

Bei Versicherten wurden z.B. des Öfteren die Zeiten des Schulbesuchs oder des Studiums ab dem 17. Geburtstag werden der Deutschen Rentenversicherung nicht automatisch gemeldet. Diese Zeiten sind damit im Versicherungsverlauf nicht gespeichert. Auch kommt es vor, dass für Zeiten, in denen man krank oder arbeitslos war, keine  automatische Meldung an die Rentenversicherung erfolgt ist. bei „Brüchen im Leben“, zum Beispiel bei Krankengeld oder Arbeitslosengeldbezug oder Wechsel des Arbeitgebers können Meldungen zur Rentenversicherung unterbleiben.

Tipp
Um sich selbst möglichst wenig Arbeit zu machen, sollte man einen „Versicherungsverlauf mit Lückendarstellung und Anträgen zur Kontenklärung“ bei der Deutschen Rentenversicherung anfordern und anschließend einen kostenlosen Beratungstermin vereinbaren. Versicherte ab Geburtsjahrgang 1979 erhalten seit Oktober dieses Jahres ein deutlich verkürztes und vereinfachtes Antragsformular für die Kontenklärung, da viele der bisher gestellten Fragen für jüngere Versicherte nicht mehr relevant sind.

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