Gesetzliche Rente: Amnestie bei Rentenbesteuerung abgelehnt

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Alle gesetzlichen, betrieblichen und privaten Rentenversicherer schicken im Oktober 2009 rund 120 Mio. Rentenbezugsmitteilungen an die Finanzverwaltungen. Dadurch soll der Fiskus in die Lage versetzt werden, alle steuerpflichtigen Renten nach Art und Höhe zu erfassen. Möglicherweise müssen dann einige 100.000 Rentner Steuern nachzahlen.

Obwohl es sich dabei meist um kleinere Beträge in der Größenordnung von einigen hundert Euro handeln wird, lehnt es Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) ab, denjenigen Rentnern die Steuerschuld zu erlassen, die nur eine geringe Nachzahlung leisten müssen. Demnach wird es keine Bagatellgrenze geben, wie sie von zahlreichen Sozialverbänden gefordert wurde.

Alle steuerpflichtigen Rentner würden genauso behandelt wie die übrigen Steuerzahler, sagte Steinbrück. Eine Bagatellgrenze, bis zu der die Finanzverwaltungen auf Nachforderungen verzichten würden, dürfe es wegen des Prinzips der Gleichbehandlung nicht geben.

Der Besteuerungsanteil der gesetzlichen Rente hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab.

Beispiel für einen diesjährigen Neurentner: 1.361 Euro Rente x 12 Monate = 16.332 Euro x 58% Besteuerungsanteil = 9.472,56 Euro ./. Werbungskosten-Pauschbetrag 102 Euro./. Sonderausgaben-Pauschbetrag 36 Euro ./. Höchstbetrag für sonstige Vorsorgeaufwendungen 1.500 Euro = 7.834,56 Euro und damit genau der steuerfreie Grundfreibetrag von 7.834 Euro, der seit 1.1.2009 gilt.

Tipp
Sie brauchen als Neurentner des Jahres 2009 keine Steuererklärung abzugeben, wenn Ihre Einkünfte allein aus der gesetzlichen Rente besteht und diese nicht mehr als 1.361 Euro im Monat beträgt. Bei Rentner-Ehepaaren ist die doppelte Rentenhöhe 2.722 Euro p. M.) steuerfrei. Lag der Renteneintritt vor 2005, darf die Rente sogar 1.578 Euro betragen, ohne dass Steuern zu zahlen sind. Das gilt jedoch ebenfalls nur dann, wenn keine weiteren steuerpflichtigen Einkünfte erzielt werden.

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