Für Rentennachzahlungen gilt der Besteuerungsanteil des Zahljahrs

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Auch Renten, die für frühere Jahre nachgezahlt werden, sind zu dem Anteil steuerpflichtig, der für das Auszahlungsjahr gilt. Das entschied der 8. Senat des Finanzgerichts Münster (Az.. 8 K 783/07 E).

Im Streitfall erhielt der Kläger Rentenzahlungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Im Jahr 2005 bezog er neben der monatlichen Rente auch Nachzahlungen für das Jahr 2003. Mit der Einführung des Alterseinkünftegesetzes zum Jahresbeginn 2005 müssen Rentenzahlungen für 2005 oder früher zu 50 Prozent versteuert werden.

Das Finanzamt verlangte sowohl für die laufenden Leistungen als auch für die Rentennachzahlungen Einkommensteuer auf die Hälfte der Rente. Der Kläger wollte für die Nachzahlung aber nur Steuern für 32 Prozent der Rente zahlen, so wie es die Steuerbestimmungen für das Jahr 2003 vorsahen.

Doch nach Auffassung des Finanzgerichts sind die Rentenbezüge nach den im Bezugsjahr geltenden Regelungen zu besteuern, in diesem Fall mit einem Anteil von 50 Prozent. Das gilt unabhängig davon, ob die Rentenzahlungen für 2005 oder für davor liegende Jahre erfolgten. Laut Einkommensteuergesetz sind Renten, die vor 2005 entstanden, mit einem Anteil von mindestens 50 Prozent der Steuer zu unterwerfen. Das gilt auch für Rentennachzahlungen. Das Gericht hat die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen.

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