Deutsche fürchten demografische Entwicklung

 - 

(verpd) Die Alterung der Gesellschaft ist für die Deutschen ein größeres Risiko als die Wirtschaftslage. Auch mögliche Naturkatastrophen-Schäden bereiten weltweit Sorge. Das zeigt eine Umfrage eines Rückversicherers.

Die meisten Menschen sind sich darüber im Klaren, dass in Zukunft Risiken auf sie zukommen – und sind auch bereit, dafür Geld in die Hand zu nehmen. Selbst-Verantwortlichkeit werde durchgängig als Schlüssel für die Bewältigung kommender Risiken gesehen. Zugleich fordern viele Bürger von ihren Regierungen mehr Risikoprävention ein.

Das sind einige der Kernergebnisse einer jüngst veröffentlichten Umfrage des Markt- und Meinungsforschungs-Instituts Gallup, welche von einem Schweizer Rückversicherer in Auftrag gegeben wurde. Für die Studie wurden 2013 jeweils mehr als 1.000 Personen in Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, der Schweiz, Großbritannien und 13 Ländern außerhalb Europas interviewt.

Alterung für Deutsche größeres Risiko als die Wirtschaftslage

Nach den derzeit wichtigsten Risiken gefragt, werden im Studiendurchschnitt ökonomische Risiken als größte Gefahr angesehen (49 Prozent). In Frankreich ist der Wert mit 74 besonders hoch, dahinter liegen die USA (64 Prozent) und Großbritannien (61 Prozent). In Deutschland schätzt man die Lage anders ein: Hier werden die „Kosten der alternden Gesellschaft“ am häufigsten genannt (51 Prozent). Auch in Singapur (50 Prozent) und Japan (45 Prozent) liegt die demografische Entwicklung auf Platz eins unter den Risikokategorien.

In China werden Klimawandel und Verschmutzung (44 Prozent) am häufigsten angeführt. Kriminalität und zivile Unruhen gelten bei Befragten in Südafrika (64 Prozent) und Mexiko (52 Prozent) als wesentlichste aktuelle Risiken. Elementarschäden sind für nahezu alle Befragten ein sehr präsentes Thema. 84 Prozent meinen, dass der Klimawandel in Zukunft mehr Naturkatastrophen zur Folge haben wird. 77 Prozent fürchten Schäden durch Erdbeben, Flut oder andere Naturkatastrophen innerhalb der nächsten 20 Jahre.

Lieber privat vorsorgen als mehr Abgaben zahlen

Zum Thema „Mit dem Einkommen im Alter auskommen“ geben 70 Prozent aller Befragten an, dass sie bereit sind, Eigenverantwortung für die Rente zu übernehmen. Vor die Wahl gestellt, würden insgesamt 29 Prozent der Erwerbstätigen – das ist der größte Anteil – mehr Geld in eine private oder betriebliche Vorsorge legen oder auf andere Art und Weise ansparen. In Deutschland sagen das sogar 40 Prozent, womit sie neben Schweizern (42 Prozent) und Südafrikanern (36 Prozent) weltweit unter den „Top drei“ der Bürger sind, die zu diesem Thema auf Eigenverantwortung setzen.

22 Prozent weltweit würden sich für einen späteren Renteneintritt entscheiden, 19 Prozent ihre Ausgaben im Ruhestand einschränken und fünf Prozent sich am ehesten auf finanzielle Unterstützung durch die Familie verlassen. Gerade einmal 13 Prozent würden es allem anderen vorziehen, mehr Abgaben an den Staat zu entrichten, um die gesetzlichen Pensionen zu dotieren. In China antworteten 35 Prozent – das ist weltweiter Spitzenwert – in diesem Sinne. Brasilien liegt hier mit 23 Prozent an zweiter Stelle.

Mit der passenden Absicherung sorgenfreier leben

Fast gegen alle Risiken, die den Menschen Sorge bereiten, gibt es Absicherungslösungen. Zwar kann keine Garantie dafür gegeben werden, dass zum Beispiel das Eigentum nicht durch eine Naturkatastrophe beschädigt oder vernichtet wird. Doch wenigstens die finanziellen Folgen lassen sich mit privaten Versicherungslösungen wie einem Elementarschutz in der Gebäude- und Hausratversicherung abfedern.

Auch für die Absicherung der persönlichen finanziellen Lage im Alter oder im Falle eines Krankheits- oder Pflegefalles bietet die Versicherungsbranche eine Vielzahl von Produkten an.

Weitere News zum Thema

  • EU-Kommission fragt Bürger zur privaten Altersvorsorge

    [] (verpd) Im Rahmen einer Konsultation zur privaten Rentenversicherung erhalten neben Versicherern und Verbänden auch Verbraucher jetzt die Gelegenheit mitzureden. Allerdings steht der dafür vorhergesehene, online abrufbare Fragebogen nur in englischer Sprache zur Verfügung. mehr

  • Geburtenzahl erreicht höchsten Stand seit dem Jahr 2000

    [] (verpd) Nach vorläufigen Destatis-Zahlen ist die Zahl der Lebendgeburten 2015 um über drei Prozent auf gut 737.630 gestiegen. Das sind so viele wie seit 2000 nicht mehr. Gleichzeitig gab es mit über 925.200 Sterbefällen die höchste Zahl nach 1985. Die Geburtenrate reichte daher auch 2015 nicht aus, um die Zahl der Sterbefälle auszugleichen. Wegen der starken Zuwanderung dürfte die Bevölkerung dennoch um knapp eine Million Menschen zugenommen haben. mehr

  • Mehrheit der Solo-Selbstständigen hat keine Altersvorsorge

    [] (verpd) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ist in einer Studie unter anderem der Frage nachgegangen, inwieweit die zwei Millionen Solo-Unternehmer in Deutschland finanziell für ihr Alter vorsorgen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Mehr als jeder zweite betroffene Selbstständige betreibt überhaupt keine Altersvorsorge. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.