Das plant die Große Koalition: Rente

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Nullrunden für Rentner – möglich wird dies durch den geplanten »Nachholfaktor«. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich ein recht listiges Verfahren, die Rente nicht steigen zu lassen – einfach aussetzen geht ja nicht. Aber bei der letzten Rentenanpassung hätten die Renten eigentlich schon gesenkt werden müssen. Die gesetzlichen Regelungen verhindern dies. Jetzt wird ein Verfahren eingeführt, dass vorsieht, die eigentlich notwendigen Absenkungen mit den Erhöhungen zu verrechnen. Zwar ist das Verfahren nur für die nächsten vier Jahre geplant. Die schwachen Wachstumsraten der Wirtschaft und der schon existierende Nachhaltigkeitsfaktor werden aber ganz sicher ein Negativkonto ansammeln, das für zehn Jahre reicht. Unter dem Strich bedeutet dies wegen der Inflation de facto eine Rentenkürzung. So entwickelt sich die Kaufkraft Ihrer Rente

Kaufkraftverlust nach 10 Jahren

monatl. Rente:

1.000 €

Wert Ihrer Rente

Kaufkraft-

verlust

Inflationsrate

2 %

817 €

18 %

3 %

737 €

26 %

4 %

665 €

34 %


Diese Regelung ist der Abschied von der dynamischen Rente.

Gewinner: keine
Verlierer: Die Rentner – ein weiterer Kommentar erübrigt sich.

- Stopp der Frühverrentung
Die Rente mit 67 ist beschlossen. Allerdings soll erst ab dem Jahr 2012 schrittweise (bis 2035) das Renteneintrittsalter von heute 65 auf dann 67 Jahre heraufgesetzt werden. Geplant ist derzeit auch noch, dass es Ausnahmeregelungen geben wird. So sollen alle, die 45 und mehr Versicherungsjahre aufweisen können, ohne Abschläge vorher in Rente gehen können.

Der Bundeszuschuss zur Rentenversicherung soll gekürzt werden. Das bedingt ab 2007 einen Beitragssatz von 19,9 %.

Gewinner: keine
Verlierer: Jüngere Jahrgänge, die deutlich später in Rente gehen können und für die der vorzeitige Beginn mit Abschlägen ebenfalls verwehrt ist.

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