Betriebsrente: Ein Wechsel des Arbeitgebers kann die Auszahlung verringern

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Das größte Ärgernis bei der Mitnahme der betrieblichen Altersversorgung zum neuen Arbeitgeber wurde durch das Alterseinkünftegesetz im Jahr 2005 beseitigt: die mangelhafte Portabilität. Dennoch kann ein Arbeitgeberwechsel Nachteile bei der Altersvorsorge bringen.

Vorteil: Die meisten Versicherer sind dem Abkommen des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) beigetreten. Dadurch wird das angesparte Kapital auf einen neuen Vertrag übertragen, ohne dass erneut Vermittlungs- und Abschlussprovisionen fällig werden.

Garantiezins gesunken

Doch ein kleineres Ärgernis besteht weiterhin: Durch den Abschluss des neuen Vertrags gelten niedrigere Garantiezinsen. Seit 1.1.2007 schreiben die Versicherer nur noch 2,25 Prozent des Sparanteils als Wertzuwachs gut. Mit dem nicht garantierten Überschussanteil beträgt die Verzinsung des Sparanteils in der Regel zwischen 4 und 5 Prozent. Die Rendite einer Betriebsrente steigert sich freilich durch die Ersparnis von Steuern und Sozialabgaben.

Neue Sterbetafeln

Außerdem rechnen die Versicherungsunternehmen seit 1.1.2005 mit einer neuen Sterbetafel, die von einer weiter zunehmenden Lebenserwartung ausgeht. Alle zehn Jahre prognostizieren die Versicherungsmathematiker der Deutschen Aktuarsvereinigung (DAV) die restliche Lebenserwartung von Versicherten, die mit 65 Jahren eine private Rentenversicherung in Anspruch nehmen (siehe Tabelle). Die private Versicherungswirtschaft muss diese Prognosen bei der Berechnung ihrer Versorgungszusagen einkalkulieren. Dadurch sinkt die Höhe der Rente, aber die Rente wird u. U. länger gezahlt. Insgesamt ergibt sich sogar ein höherer Zahlungsbetrag.

Die Lebenserwartung von 65-Jährigen steigt
Männer im Jahr 2004 +24 Jahre 89 Jahre
Frauen im Jahr 2004 +27 Jahre 92 Jahre
Männer im Jahr 2040 +30 Jahre 95 Jahre
Frauen im Jahr 2040 +34 Jahre 99 Jahre

Bei einem Wechsel des Versicherungsunternehmens ist außerdem zu beachten: Der neue Versicherer ist u. U. weniger finanzstark und erwirtschaftet niedrigere Überschüsse. Wer seinen Rentenvertrag vor 2005 abgeschlossen hat und jetzt den Arbeitgeber wechselt, muss nach Angaben der Lebensversicherer unter Umständen mit bis zu 10 Prozent weniger Rente auskommen.

Unser Geldtipp
Dieser Verlust lässt sich vermeiden. Die Deutsche Gesellschaft für betriebliche Altersversorgung (DGbAV) bietet eine Alternative zum Vertragswechsel an (www.dgbav.de). Sie führt den alten Vertrag für monatlich Euro 2,50 fort und zieht die Beiträge vom neuen Arbeitgeber ein. Dieser muss diesem Verfahren natürlich zustimmen.

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