Berufsunfähigkeit wegen Einnahme von Marcumar?

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Ein erhöhtes Verblutungsrisiko von Herzpatienten, die in gefährlichen Berufen arbeiten, begründet keinen Anspruch auf eine Rente.

Das OLG Saarbrücken hat entschieden, dass Berufsunfähigkeit nicht gegeben ist, wenn der als Schweißer tätige Versicherungsnehmer nach einer Thrombosebehandlung marcumarisiert ist und lediglich die theoretische Möglichkeit von inneren Blutungen aufgrund von Arbeitsunfällen besteht (Az. 5 U 8/10-1).

Der Versicherungsnehmer hatte vorgetragen, berufsunfähig zu sein, weil die von ihm als Schweißer auch auf hohen Gerüsten und Leitern zu verrichtenden Tätigkeiten mit einer hohen Verletzungsgefahr verbunden seien. Wegen der Marcumar-Einnahme bestehe ein Verblutungsrisiko, weshalb ihm die Fortsetzung seiner Tätigkeit nicht zuzumuten sei.

Das OLG unterstrich hingegen, dass die Fortsetzung einer Berufstätigkeit nur dann unzumutbar sein könne, wenn für eine Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes oder gar eine Lebensgefahr ein Mindestmaß an Prognosesicherheit bestehe. Eine ernste und konkret zu befürchtende Absturzgefahr für den Versicherungsnehmer war aus Sicht des Gerichts aber nicht zu erkennen.

Ferner wies das Gericht darauf hin, dass aus möglichen Gefahren für Leib und Leben durch Unfälle, die keinen spezifischen Bezug zur Berufstätigkeit haben, ebenfalls keine Berufsunfähigkeit abgeleitet werden könne. Es sei nicht Vertragszweck der Berufsunfähigkeitsversicherung, solche auch im Alltag auftretenden Lebensrisiken abzusichern.

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