Beginn der Betriebsrente hängt vom Geburtsjahr ab

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Ab 2012 beginnen Pensionszusagen, die an die gesetzliche Altersgrenze gebunden sind, zu einem pauschal festgelegten Zeitpunkt. Denn die im vergangenen Jahr beschlossene Rente mit 67 wirft ihren Schatten auch auf Betriebsrenten.

Ist der Beginn einer arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Versorgungszusage an die Regelaltersgrenze gebunden, hängt der Zahlungsbeginn ab 2012 vom Geburtsjahrgang des Beschäftigten ab. Derzeit beginnt die Regelaltersrente mit 65 Jahren. In den Jahren 2012 bis 2029 steigt die gesetzliche Altersgrenze schrittweise auf 67 Jahre. Allerdings hat auch weiterhin grundsätzlich das vertraglich vereinbarte Pensionsalter Vorrang.

Betriebsrente künftig frühestens mit 63 Jahren


Will ein Arbeitnehmer bereits vor dem vertraglich vereinbarten Zeitpunkt seine Betriebsrente bekommen, ist dies auch nach 2011 möglich, allerdings nicht vor dem frühestmöglichen Beginn der gesetzlichen Altersrente. Sie kann künftig generell erst ab 63 Jahren in Anspruch genommen werden.

Wer eine Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit bezieht, hat nach der Neuregelung ab folgendem Alter Anspruch auf seine betriebliche Altersversorgung:
  • Arbeitnehmer der Jahrgänge 1945 bis Juni 1946 ab 60 Jahren,
  • zwischen Juli 1946 und Juni 1947 geborene Beschäftigte ab 61 Jahren,
  • zwischen Juli 1947 und Juni 1948 Geborene ab 62,
  • zwischen Juli 1948 und Dezember 1951 geborene Arbeitnehmer ab 63 Jahren.
Schwerbehinderte können künftig frühestens mit 62 Jahren ihre Betriebsrente bekommen. Eine Ausnahme gilt auch hier für ältere Beschäftigte: Wer vor 1952 geboren ist, hat auch weiterhin ab 60 Jahren Anspruch auf die Zusatzrente vom Chef, Menschen mit Schwerbehinderung der Jahrgänge 1953 bis 1961 bereits ab 61 Jahren.

Tipp
Schauen Sie rechtzeitig in Ihren Betriebsrentenvertrag sowie in Ihren Arbeitsvertrag. Bei Betriebsrenten gilt im Einzelfall die jeweilige Versorgungszusage und der vertraglich vereinbarte Bezugszeitpunkt. Nennt die Versorgungszusage ein festes Anspruchsalter, bleibt es auch künftig dabei. Und zwar auch für den Rentenbezug vor Vollendung des 62. Lebensjahrs – dann freilich mit Abschlägen. Verweist die Versorgungszusage jedoch auf die Altersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung, müssen Sie sich u.U. auf einen späteren Bezugstermin einstellen.

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