Änderungen in der Lebensversicherung und bei privaten Rentenversicherungen

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In der Lebens- und privaten Rentenversicherung treten am 1.1.2012 Änderungen in Kraft, mit denen auch bei diesen Verträgen eine Berücksichtigung der schrittweisen Anhebung des Eintrittsalters in der gesetzlichen Rentenversicherung auf 67 Jahre erfolgt. Diese Änderungen betreffen alle privaten kapitalbildenden Versicherungen einschließlich der staatlich geförderten Riester- und Rürup-Policen, die nach dem 31.12.2011 neu abgeschlossen werden.

Das Mindestalter, das in allen privaten Rentenverträgen bei Ablauf erreicht werden muss, damit diese steuerlich begünstigt (private Renten: Besteuerung nur mit dem Ertragsanteil) bzw. staatlich gefördert (Riester- und Rürup-Renten) werden können, wird heraufgesetzt. Die früheste Rentenauszahlung beginnt bei Neuverträgen dann generell mit dem 62. statt wie bisher mit dem 60. Lebensjahr.

Bei Rürup-Renten steigt zudem im Jahr 2012 der als Altersvorsorgeaufwand abzugsfähige Anteil auf 74 % der eingezahlten Beiträge bis 20.000,00 € pro Steuerpflichtigen (Alleinstehende) bzw. 40.000,00 € (Verheiratete).

Für Kapitallebensversicherungen und private Rentenversicherungen, bei denen vom Kapitalwahlrecht Gebrauch gemacht wird (Auszahlung der Ablaufleistung in einem Betrag), gilt die Steuerbegünstigung durch das Halbeinkünfteverfahren – nur die Hälfte der Erträge sind steuerpflichtig – für ab dem 1.1.2012 abgeschlossene Verträge nur noch, wenn der Versicherte bei Auszahlung das 62. Lebensjahr vollendet hat, also 62 Jahre alt ist. Zudem muss der Vertrag zwölf Jahre bestanden haben.

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