VBL: Höhere Arbeitnehmerbeiträge zur Zusatzversorgung der Länder

 - 

Die Tarifpartner haben Anpassungen auf der Finanzierungsseite für die Zusatzversorgung bei der VBL vereinbart.

Zur Umsetzung dieser Tarifeinigung hat der Verwaltungsrat der VBL in seiner Sitzung am 13.5.2015 einen satzungsergänzenden Beschluss zu §§ 64 und 66a VBL-Satzung erlassen. Die Aufsichtsbehörde hat den Beschluss mit Schreiben vom 27.5.2015 genehmigt.

Danach gilt für Arbeitgeber, für deren Arbeitsverhältnisse der Tarifvertrag Altersversorgung (ATV) in der für die Tarifgemeinschaft deutscher Länder jeweils geltenden Fassung Anwendung findet, dass sie höhere Arbeitnehmerbeiträge abführen müssen.

Abrechnungsverbände West und Ost/Umlage

Neben dem Arbeitnehmerbeitrag zur Umlage von derzeit 1,41 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts führen die Arbeitgeber einen zusätzlichen Arbeitnehmerbeitrag zur Umlage in folgender Höhe ab:

  • ab 1.7.2015: 0,2 %,

  • ab 1.7.2016: 0,3 %,

  • ab 1.7.2017: 0,4 %.

Diese Erhöhung gilt auch für Beschäftigte im Tarifgebiet Ost, für die der Umlagesatz West maßgebend ist (§ 64 Abs. 2 Satz 4 VBLS).

Abrechnungsverband Ost/Beitrag

Neben dem Arbeitnehmerbeitrag in Höhe von 2,0 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts führen die Arbeitgeber einen zusätzlichen Arbeitnehmerbeitrag in folgender Höhe ab:

  • ab 1.7.2015 von 0,75 %,

  • ab 1.7.2016 von 1,5 %,

  • ab 1.7.2017 von 2,25 %.

Der von den Arbeitgebern getragene Beitrag liegt unverändert bei 2,0 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts.

Die Arbeitgeber beteiligen sich im Rahmen des Umlageverfahrens entsprechend dem periodischen Bedarf. Der vom Arbeitgeber zu tragende Umlagesatz im Abrechnungsverband West von derzeit 6,45 % kann auf bis zu 6,85 % und im Abrechnungsverband Ost/Umlage von aktuell 1,0 % auf bis zu 3,25 % angehoben werden, wenn es der finanzielle Bedarf für den jeweiligen Deckungsabschnitt erfordert. Ob und in welchem Umfang der vom Arbeitgeber zu tragende Umlagesatz angepasst wird, entscheidet der Verwaltungsrat der VBL auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten.

Die Änderungen betreffen ausschließlich die Finanzierungsseite. Die bisherigen und künftigen Ansprüche der Versicherten bleiben unverändert. Die Änderungen gelten bislang nur für Arbeitgeber, die den Tarifvertrag Altersversorgung (ATV) in der für die Tarifgemeinschaft deutscher Länder jeweils geltenden Fassung anwenden. Die Anhebung der von den Arbeitnehmern zu tragenden Beitragssätze wurde daher in der VBL-Satzung nur für diese Beschäftigten umgesetzt. Es bleibt abzuwarten, ob die Anpassungen bei der Finanzierung der Zusatzversorgung auch für den Bereich des Bundes und der kommunalen Arbeitgeber übernommen werden. Die Tarifpartner werden hierzu Verhandlungen führen. Sobald eine Tarifeinigung erzielt worden ist, werden wir Sie hierüber informieren.

Weitere geldwerte Informationen lesen Sie in unserem Dossier Zusatzversorgung öffentlicher Dienst: Alles, was Sie wissen müssen

Weitere News zum Thema

  • Beamtenpensionen zu hoch?

    [] Hohe Pensionen sorgen wieder einmal für Aufregung. Innerhalb weniger Stunden wurde ein Artikel auf ZEIT-online mehr als 250.000 mal aufgerufen und fast 1.000 mal kommentiert. Nadine Oberhuber macht sich darin die recht oberflächliche Kritik von Diplom-Kaufmann Torsten Ermel, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und AfD-Mitglied, an den Beamten und Pensionären zu eigen. Diese seien die »neuen Adeligen der Nation«. Unser Autor Werner Siepe, selbst Pensionär, stellt klar. mehr

  • Neuordnung der Zusatzversorgung weiterhin verfassungswidrig

    [] Zusatzversorgung der Angestellten und Arbeiter im öffentlichen Dienst: Bundesgerichtshof erklärt auch die geänderte Startgutschriftenregelung der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) für rentenferne Versicherte für unwirksam. mehr

  • Größte Zusatzversorgungskasse senkt Garantiezins auf 0,25 % pro Jahr

    [] Der Garantiezins bleibt nach dem Beschluss des Bundesfinanzministeriums vom 17.12.2015 nun doch bei 1,25 % im Jahr 2016. Kurioserweise teilte die Versorgungsanstalt de Bundes und der Länder (VBL) nur einen Tag vorher mit, dass sie den Garantiezins für Neuabschlüsse in der freiwilligen Versicherung ab 1.4.2016 senken will (Quelle: VBL ). mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.