Renten und Pensionen steigen unterschiedlich

 - 

Die aktuellen Renten- und Pensionsanhebungen verdeutlichen: Gegenüber Rentnern genießen Ruhestandsbeamte erhebliche Versorgungsvorteile. Dafür liegen die Dienstbezüge von Beamten bezüglich ihres Ausbildungsniveaus vergleichsweise niedriger als die Gehälter von Angestellten.

Rentner erleiden Kaufkraftverluste wegen der Inflation

Rentner erhalten in diesem Monat eine Rentenerhöhung in Höhe von 0,25 Prozent in den alten Bundesländern (ABL) und von 3,29 Prozent in den neuen Bundesländern (NBL). Im Juli 2012 waren die gesetzlichen Renten bundesweit um 0,99 Prozent gestiegen.

In den Jahren 2002 bis 2012 erhöhten sich die Renten um 8,5 Prozent im Westen und um 9,7 Prozent im Osten.

Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag lag im Jahr 2012 bei brutto 677 € (ABL) bzw. 770 € (NBL) pro Monat.

Zwar sind 66 Prozent der gesetzlichen Rente steuerpflichtig (bei Rentenbeginn im Jahr 2013), doch die Mehrzahl der Rentner erzielt weniger steuerpflichtige Einkünfte als den steuerlichen Grundfreibetrag (2013: 8.130 € p.a.). Sie bleiben somit steuerlich unbelastet.

Ruhestandsbeamte: Stärkere Progression auf höherem Niveau

Beamte, Richter und Soldaten außer Dienst bekommen zum 1.7.2013 eine um 1,2 Prozent angehobene Pension. Dieselbe Steigerung gab es bereits zum 1.1.2013. Im Juni 2012 waren die Pensionen rückwirkend zum 1.3.2012 um 3,3 Prozent gestiegen.

Zwischen 2002 und 2012 erhöhten sich die Bundespensionen um 13 Prozent, die Landespensionen um 14,7 Prozent und die Kommunalpensionen um knapp 15 Prozent.

Der durchschnittliche Ruhegehaltsbetrag für Bundesbeamte lag im Jahr 2012 bei brutto 2.340 € pro Monat. Beamtenpensionen sind nach Abzug des Grundfreibetrags, des Versorgungsfreibetrags und des Altersentlastungsbetrags zu 100 Prozent steuerpflichtig.

Weitere News zum Thema

  • Beamtenpensionen zu hoch?

    [] Hohe Pensionen sorgen wieder einmal für Aufregung. Innerhalb weniger Stunden wurde ein Artikel auf ZEIT-online mehr als 250.000 mal aufgerufen und fast 1.000 mal kommentiert. Nadine Oberhuber macht sich darin die recht oberflächliche Kritik von Diplom-Kaufmann Torsten Ermel, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und AfD-Mitglied, an den Beamten und Pensionären zu eigen. Diese seien die »neuen Adeligen der Nation«. Unser Autor Werner Siepe, selbst Pensionär, stellt klar. mehr

  • Neuordnung der Zusatzversorgung weiterhin verfassungswidrig

    [] Zusatzversorgung der Angestellten und Arbeiter im öffentlichen Dienst: Bundesgerichtshof erklärt auch die geänderte Startgutschriftenregelung der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) für rentenferne Versicherte für unwirksam. mehr

  • Größte Zusatzversorgungskasse senkt Garantiezins auf 0,25 % pro Jahr

    [] Der Garantiezins bleibt nach dem Beschluss des Bundesfinanzministeriums vom 17.12.2015 nun doch bei 1,25 % im Jahr 2016. Kurioserweise teilte die Versorgungsanstalt de Bundes und der Länder (VBL) nur einen Tag vorher mit, dass sie den Garantiezins für Neuabschlüsse in der freiwilligen Versicherung ab 1.4.2016 senken will (Quelle: VBL ). mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.