Zweiter Anlauf zur Kombirente

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Ältere Arbeitnehmer sollen künftig leichter in Teilrente gehen und mehr als bisher hinzuverdienen können.

Bereits heute können Arbeitnehmer ab 63 Jahren ihre Arbeitszeit verringern und eine Teilrente mit Abschlag beziehen. Davon machten im Jahr 2013 aber nur 1.624 Teilrentner Gebrauch.

Laut Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) sind die Hinzuverdienstgrenzen bei der Teilrente heute zu starr. Diese sollten deshalb flexibler werden. Eine Arbeitsgruppe solle bis Dezember Ergebnisse vorlegen. Die finanziellen Mittel seien jedoch begrenzt.

Ihre Vorgängerin im Sozialministerium, Ursula von der Leyen (CDU), war im Jahr 2013 mit ihrem Kombirenten-Modell gescheitert: Der mögliche Zuverdienst zur Teilrente sollte so hoch sein dürfen, dass man mit der Teilrente den besten Verdienst der vergangenen 15 Jahren erreichen konnte.

Das Ministerium errechnet nun in einem von dpa zitierten Schreiben, dass bei einer typischen Fallkonstellation eine Teilrente ab 60 Jahren 455 € betragen würde, die Rente zur normalen Altersgrenze dann 1.109 € – 198 € weniger als bei Arbeit bis zur Regelgrenze.

Diese Differenz könne ausgeglichen werden, indem der Betreffende noch dreieinhalb Jahr nach der Regelgrenze in Teilzeit weiterarbeitet. Die Rentenminderung könne alternativ durch die Zahlung von 34.000 € ausgeglichen werden.

Die Union hatte außerdem vorgeschlagen, dass bei der Teilrente der Arbeitgeberbeitrag für die Rentenversicherung anders als heute rentensteigernd für den Arbeitnehmer wirkt, statt pauschal in die Rentenkasse zu fließen. Hier stimmte die SPD bisher nicht zu.

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