Wieder etwas mehr Geburten in Deutschland

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(verpd) Laut aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamts wurden 2013 in Deutschland gut 680.000 Kinder entbunden.

Die Geburtenrate reichte jedoch auch 2013 nicht aus, um die Zahl der Sterbefälle auszugleichen. Die Bevölkerungszahl insgesamt ist aber gestiegen, da die Wanderungsgewinne durch Ausländer das Geburtendefizit mehr als ausgleichen konnten.

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland 682.069 Kinder zur Welt gekommen, das waren rund 8.500 Kinder mehr als noch im Jahr zuvor und die höchste Geburtenrate seit 2008. Die Geburtenrate je Frau erhöhte sich nach neuen statistischen Angaben marginal von durchschnittlich 1,40 auf 1,41 Kinder.

Anstieg um 2,5 Prozent

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) jüngst weiter mitteilte, sorgte der verstärkte Wunsch nach einem zweiten Kind für den leichten Geburtenzuwachs.

Im Vergleich zum Jahr 2009 mit 665.126 Neugeborenen ist die Geburtenzahl insgesamt um rund 2,5 Prozent auf 682.069 Neugeborenen gestiegen. In einer ersten Schätzung war Destatis von 675.000 bis 695.000 Geburten für 2013 ausgegangen.

Die Zahl der Sterbefälle dürfte 2013 bei 885.000 bis 905.000 gelegen haben, also deutlich höher als die Zahl der Neugeborenen. Da sich zugleich ein Wanderungsgewinn von über 400.000 Personen ergeben hatte, konnte das Geburtendefizit jedoch mehr als ausgeglichen werden.

Bei der Hälfte der Geburten handelt es sich um das erste Kind

Nach der Auswertung der Statistiker handelte es sich bei rund der Hälfte der Geburten (49,4 Prozent) um das erste Kind einer Frau. In 34,4 Prozent der Fälle kam das zweite Kind zur Welt. Im Jahr 2009 hatte diese Quote nur bei 33,7 Prozent gelegen. Hier liege die Ursache für den leichten Geburtenanstieg insgesamt, erklärte Destatis.

Von einem Quantensprung bei der Entwicklung der Geburtenzahl könne aber keineswegs die Rede sein, sagte eine Destatis-Sprecherin auf Nachfrage. Bis es zur Geburt eines zweiten Kindes kommt, vergehen im Durchschnitt 4,1 Jahre. Bei gut jeder zehnten Geburt (11,2 Prozent) handelte es sich um das dritte Kind einer Frau. Und in jedem zwanzigsten Fall (5,0 Prozent) hat das Neugeborene bereits drei oder mehr Geschwister.

Die zuletzt gewachsene Geburten- und Bevölkerungszahl dürfte nach Angaben von Experten an den langfristig ausgerichteten Prognosen einer schrumpfenden Gesellschaft nur wenig verändern, es sei denn die Wanderungsgewinne blieben auf Dauer deutlich über der Marke von 200.000.

Rentenniveau wird voraussichtlich weiter sinken

Da trotz etwas höherer Geburtenrate immer noch mehr Menschen sterben als geboren werden und zudem die Bürger immer älter werden, wird nach Expertenaussagen das künftige gesetzliche Rentenniveau voraussichtlich noch niedriger als bisher sein. Der Grund: Immer weniger Erwerbstätige müssen künftig für immer mehr Rentner und wegen der steigenden Lebenserwartung auch für eine längere Rentendauer aufkommen.

Bereits jetzt erhält ein sogenannter Standardrentner, der die Regelaltersgrenze erreicht und 45 Jahre lang einen Verdienst in Höhe des Durchschnittseinkommens aller gesetzlich Rentenversicherten hatte, weniger als die Hälfte seines bisherigen Einkommens als Altersrente.

Deshalb wird für den Einzelnen eine frühzeitige private Absicherung für das Alter sowie gegen die Risiken Pflegefall und Berufsunfähigkeit immer wichtiger.

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