Welche Verdiensthöhe die Hinterbliebenenrente nicht schmälert

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(verpd) Bezieher einer Witwen-, Witwer-, Erziehungs- oder Waisenrente können nur bis zu einer bestimmten Einkommenshöhe hinzuverdienen, ohne dass dies zu einer Minderung ihrer Rente führt. Wird der gesetzlich festgelegte Freibetrag überschritten, erfolgt eine Anrechnung und die Rente wird gekürzt.

Witwen beziehungsweise Witwer dürfen in den ersten drei Monaten nach dem Tod des Ehepartners unbegrenzt hinzuverdienen, ohne dass die Hinterbliebenenrente gekürzt wird. Ansonsten wird die gesetzliche Witwen-, Witwer-, Erziehungs- oder Waisenrente gekürzt, wenn das Einkommen – hier zählt in der Regel das Nettoeinkommen – des Hinterbliebenen einen bestimmten Freibetrag übersteigt.

Freibetrag für Witwen- oder Witwerrenten

Für die Bezieher einer Witwen-, Witwer- oder Erziehungsrente gilt ein Freibetrag beziehungsweise eine Hinzuverdienstgrenze von zurzeit monaltich 742,90 € in den alten Bundesländern und 679,54 € in den neuen Bundesländern.

Dieser Freibetrag entspricht dem 26,4-Fachen des aktuellen Rentenwertes. Der Rentenwert beträgt bis 30.6.2014 28,14 € in Westdeutschland und 25,74 € in Ostdeutschland und wird jährlich zum 01.07. neu festgelegt.

Bei Hinterbliebenen, die Kinder mit einem Anspruch auf Waisenrente erziehen, erhöht sich der Freibetrag zusätzlich um das 5,6-Fache des Rentenwertes je Kind, das sind zuzüglich je waisenrenten-berechtigtes Kind 157,58 € in West- und 144,14 € in Ostdeutschland.

Einkommensgrenze für Waisenrente

Die Bezieher einer gesetzlichen Waisenrente können bis zum 18. Lebensjahr unbegrenzt hinzuverdienen. Danach gilt ein Freibetrag von 495,26 € in den alten und 453,02 € in den neuen Bundesländern. Dies entspricht dem 17,6-Fachen des aktuellen Rentenwertes.

Prinzipiell wird bei den Hinterbliebenenrenten das den Freibetrag überschreitende Nettoeinkommen zu 40 Prozent angerechnet.

Beispiel: Eine Witwe ohne Kinder, wohnhaft in den alten Bundesländern, hat ein monaltiches Nettoeinkommen von 1.500 €. Damit übersteigt ihr Gehalt den Freibetrag um 757,10 € (1.500 € abzüglich 742,90 € Freibetrag für Westdeutschland). Auf die Witwenrente werden ihr davon 40 Prozent, das sind 302,84 €, angerechnet. Ihre Witwenrente wird um diesen Betrag, im Beispiel also um 302,84 €, gekürzt.

Kostenlose Broschüre

Die passende Broschüre „Hinterbliebener: So viel können Sie hinzuverdienen“ des Deutschen Rentenversicherung Bund erklärt nicht nur und wie eine Anrechnung eines Einkommens auf die Hinterbliebenenrente erfolgt, sondern zeigt auch auf, welche Einkommensarten angerechnet werden.

Nicht angerechnet werden Einnahmen aus staatlich geförderten Altersvorsorgeverträgen wie Riester-­Rentenverträgen, und steuerfreie Einnahmen, darunter fallen zum Beispiel Arbeitslosengeld-II-Zahlungen und Sozialhilfeleistungen. Fast alle anderen Einkünfte, beispielsweise Gehalt, Kapitalerträge oder Mieteinnahmen, werden jedoch angerechnet.

Die genannte Broschüre kann kostenlos auf der Webseite der Deutschen Rentenversicherung Bund als Printversion bestellt oder auch als PDF-Datei heruntergeladen werden. Detaillierte Auskünfte erteilen zudem die Mitarbeiter der Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung (kostenloses Servicetelefon: 0800 10004800).

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