Stärkstes Rentenplus seit 23 Jahren

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Die gesetzlichen Altersbezüge steigen zum 1.7.2016 um 4,25 Prozent auf 30,45 € im Westen und im Osten um 5,95 Prozent auf 28,66 €.

Der westdeutscher Standardrentner mit 45 Jahren Durchschnittsverdienst kommt dann auf monatlich 1.370,25 € Bruttorente und nach Abzug von durchschnittlich 11 % Beitrag zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung auf einen Rentenzahlbetrag von rund 1.220 € netto.

Die Rentnerinnen und Rentner profitieren unmittelbar von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt, dem Wachstum der Wirtschaft und steigenden Löhnen, erläutert Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD).

Die Erhöhung habe keine Auswirkung auf den Beitragssatz zur Rentenversicherung, dieser bleibe laut Andrea Nahles auch in den kommenden Jahren stabil bei 18,7 Prozent des Bruttogehalts.

Lohnentwicklung ist Grundlage der Rentenanpassung

Die für die Rentenanpassung relevante Lohnsteigerung beträgt 3,78 Prozent in den alten Ländern und 5,48 Prozent in den neuen Ländern. Sie basiert auf der vom Statistischen Bundesamt gemeldeten Lohnentwicklung nach den volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR), wobei der Einfluss der Arbeitsgelegenheiten mit Entschädigungen für Mehraufwendungen (Ein-Euro-Jobs) außer Acht bleibt.

Dabei kommt auch ein statistischer Sondereffekt aufgrund der Revision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) aus dem Jahr 2014 zum Tragen, der die anpassungsrelevante Lohnentwicklung bei der diesjährigen Rentenanpassung um rund einen Prozentpunkt steigert. Damit wird der statistische Effekt, der die letztjährige Rentenanpassung gedämpft hatte, wieder ausgeglichen.

Neben der Lohnentwicklung wird durch den Nachhaltigkeitsfaktor die Entwicklung des zahlenmäßigen Verhältnisses von Rentenbeziehenden zu Beitragszahlenden bei der Anpassung der Renten berücksichtigt. In diesem Jahr wirkt sich der Nachhaltigkeitsfaktor mit rechnerisch + 0,18 Prozentpunkten steigernd auf die Rentenanpassung aus.

Außerdem wird durch den Faktor Altersvorsorgeaufwendungen die Veränderung der Aufwendungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beim Aufbau ihrer Altersvorsorge auf die Anpassung der Renten übertragen.

Da der Beitragssatz in der allgemeinen Rentenversicherung des Jahres 2015 (18,7 Prozent) gegenüber dem Jahr 2014 (18,9 Prozent) um 0,2 Prozentpunkte gesunken ist und die sogenannte Riester-Treppe bereits 2013 letztmals zur Anwendung kam, wirkt der Faktor Altersvorsorgeaufwendungen in diesem Jahr rechnerisch mit 0,26 Prozentpunkten anpassungssteigernd.

Aktuelle Rentenwerte

Auf Basis der vorliegenden Daten ergibt sich damit eine Anhebung des aktuellen Rentenwerts von gegenwärtig 29,21 € auf 30,45 € bzw. eine Anhebung des aktuellen Rentenwerts (Ost) von gegenwärtig 27,05 € auf 28,66 €. Damit beträgt der aktuelle Rentenwert (Ost) nun 94,1 Prozent seines Westwerts (bisher: 92,6 Prozent).

Die gesetzliche Rente beträgt netto lediglich rund die Hälfte des Nettogehalts. Deshalb sollte jeder Arbeitnehmer zusätzlich finanziell vorsorgen. Wertvolle Expertentipps zu allen fünf Formen der staatlich geförderten Altersvorsorge lesen Sie in unserem Ratgeber So schließen Sie Ihre Rentenlücke .

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