Sozialverband VdK fordert entschlossenen Kampf gegen Armut

Sozialverband VdK fordert entschlossenen Kampf gegen Armut

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Im aktuellen Bundestagswahlkampf diskutieren Parteien und Sozialverbände über Gerechtigkeit und finanzielle Umverteilungen, um die Armut in unserem reichen Land zu verringern. Heute meldet sich der VdK zu Wort.

"Wir appellieren an die zukünftige Bundesregierung, endlich entschlossener im Kampf gegen Armut vorzugehen und dafür zu sorgen, dass Verteilungs- und Gerechtigkeitsfragen auf die politische Agenda kommen." Das erklärt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamts zur Armutsgefährdung in Deutschland.

Die neuen Zahlen bestätigen aus Sicht des VdK den großen Handlungsbedarf beim Thema Armutsbekämpfung. "Armut hat viele Ursachen: Kürzungsfaktoren und hohe Abschläge, die die Alterseinkommen ausbremsen, ein wachsender Niedriglohnbereich, ein Mindestlohn, mit dem man kaum über die Runden kommt, fehlende Perspektiven für Langzeitarbeitslose, Teilzeitfallen für Frauen und Sozialleistungen, die zum Leben nicht reichen", so Mascher.

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Gesamtkonzept gegen Armut

Deshalb fordert der Sozialverband VdK ein Gesamtkonzept, um Armut erst gar nicht entstehen zu lassen und bestehende Armut wirksam zu bekämpfen. "Dazu gehört ein Zusammenwirken von Steuerpolitik, Bildungs-, Familien-, Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik sowie Gesundheitspolitik."

Zudem müssten viel mehr Menschen in Deutschland von der positiven Wirtschaftsentwicklung profitieren: "Rentnerinnen und Rentner mit geringem Einkommen, Arbeitslose, Alleinerziehende, Erwerbsgeminderte und Langzeitarbeitslose dürfen nicht länger abgehängt werden", so die VdK-Präsidentin.

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Sozial gerechte Steuerpolitik

Wirkungsvoll Abhilfe könnte aus Sicht des Sozialverbands VdK eine sozial gerechte Steuerpolitik schaffen. "Wir kommen in Deutschland an der Frage der gerechten Verteilung von Einkommen und Vermögen nicht vorbei. Höhere Spitzensteuersätze, die Einführung einer Vermögensteuer und einer Finanztransaktionssteuer sowie eine Reform der Erbschaftsteuer müssen auf der Agenda der nächsten Bundesregierung ganz oben stehen", fordert Mascher.

Dadurch seien gezielte Investitionen für den ärmeren Teil der Bevölkerung möglich: "Etwa für gute Bildung, für die Unterstützung von Familien und Pflegebedürftigen und für Renten, die zum Leben reichen."

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