Sorgen Sie vor, denn die Altersrente reicht nur für das Nötigste

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(verpd) Insgesamt erhielten Ende 2011 exakt 14.188.244 Bürger in Westdeutschland eine regelmäßige Rente wegen Alters. Im Durchschnitt betrug die Rentenhöhe je Bezieher 716 € monatlich. In Ostdeutschland waren es 3.530.594 Rentner und Rentnerinnen. Sie erhielten durchschnittlich eine laufende Altersrente von 853 €. Einige Personengruppen bekamen sogar deutlich weniger. Dies geht aus einer aktuellen Veröffentlichung der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) hervor.

Wenn es um die Rentenhöhe im Alter geht, die der einzelne Bürger erwarten kann, wird in vielen Medien und Veröffentlichungen oftmals auf den sogenannten Eckrentner verwiesen. Der Eckrentner ist eine fiktive Person, für die man nach dem aktuellen Stand die gesetzliche Altersrente berechnet.

Der Modellrentner hat dazu die Regelaltersgrenze erreicht. Zudem hat er 45 Jahre lang bei einem Verdienst in Höhe des Durchschnittseinkommens aller in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) Versicherten in ebendiese einbezahlt.

Hoher Unterschied zwischen Renten und Einkommen

Dass die gesetzliche Rentenabsicherung im Alter unabhängig vom Inflationsrisiko und der derzeitigen Eurokrise in den meisten Fällen nicht ausreichen würde, zeigt bereits das Beispiel des Eckrenters.

Zum Stichtag 1.7.2012 hätte ein Eckrentner nur 1.263,15 € (West) beziehungsweise 1.121,40 € (Ost) monatliche gesetzliche Altersrente erhalten. Hiervon würden dem Modellrentner noch die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen werden. Insgesamt würden ihm nur knapp 1.000 € bis 1.100 € monatliche Nettorente bleiben.

Der Durchschnittsverdienst eines gesetzlichen Rentenversicherten liegt in 2012 jedoch aktuell bei 32.446 €, also etwas über 2.700 € brutto abzüglich Sozialversicherung, Lohn- und Kirchensteuern. Das ist je nach Familienstand und Anzahl der Kinder ein Nettogehalt zwischen 1.700 € und 2.000 €.

Ausbezahlte Renten teils weit unter 1.000 €

Noch deutlicher, wie wichtig neben der gesetzlichen Rentenversicherung eine private Altersvorsorge ist, zeigen die 2012 tatsächlich durchschnittlich ausbezahlten Renten. Diese sind teils weitaus niedriger, denn die angenommenen Voraussetzungen eines Eckrentners erfüllen in Wirklichkeit nur die wenigsten.

Laut Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) lag die durchschnittliche Höhe einer Altersrente nach Abzug der Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung in Westdeutschland bei monatlich 716 € und in Ostdeutschland bei 853 €.

Besonders hoch sind die Unterschiede zwischen Mann und Frau. In den alten Bundesländern haben die Männer durchschnittlich monatlich 987 € und die Frauen nur 495 € erhalten. In den neuen Bundesländern waren es 1.058 € bei den Rentnern und 711 € bei den Rentnerinnen.

Die Altersrente

Unter den Oberbegriff der Altersrente fallen verschiedene Rentenformen der gesetzlichen Rentenversicherung. Darunter zählt die Regelaltersrente. Einen Anspruch darauf hat nur derjenige, der die Regelaltersgrenze erreicht hat und die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren – also beispielsweise so lange in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt hat – erfüllt.

Die Regelaltersgrenze liegt bei Personen, die vor dem 1.1.1947 geboren sind, bei 65 Jahren. Für alle zwischen dem 1.1.1947 bis einschließlich 31.12.1963 Geborenen erhöht sie sich ab dem Jahr 2012 stufenweise von 65 auf 67 Jahre. Für Personen, die ab 1964 auf die Welt kamen, gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren.

Zum Begriff Altersrente zählt auch die Altersrente für langjährig Versicherte. Diese erhalten Personen, die mindestens 35 Jahre Wartezeit in der Rentenversicherung vorweisen können und das 63. Lebensjahr vollendet haben. Eine Rente ohne Abzüge, erhält zudem nur derjenige, der auch die Regelaltersgrenze erreicht hat.

Weitere Altersrentenarten sind die Altersrente für Schwerbehinderte, wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit und für langjährig Beschäftigte unter Tage sowie die vorzeitige Altersrente für Frauen bis Jahrgang 1951.

Gravierende Unterschiede zwischen den einzelnen Altersrentenformen

In Ost- und Westdeutschland war die durchschnittliche Altersrente für langjährig Versicherte mit 1.047 € (Ost) beziehungsweise 1.062 € (West) fast gleich hoch. Anders dagegen die Regelaltersrente. Hier erhielten die Bezieher in den neuen Bundesländern 822 € und in den alten 507 €.

Gravierend waren auch die Unterschiede zwischen Mann und Frau. Die Altersrente für langjährig Versicherte betrug beispielsweise in Westdeutschland im Durchschnitt 1.166 € je Rentner und nur 541 € je Rentnerin. Die durchschnittliche Regelaltersrente war mit 746 € bei den Männern ebenfalls deutlich höher als die der Frauen, die 353 € erhielten.

Die Altersrente für langjährig Versicherte betrug in den neuen Bundesländern im Durchschnitt 1.079 € je Rentner und nur 633 € je Rentnerin. Auch hier war die durchschnittliche Regelaltersrente mit 1.118 € bei den Männern ebenfalls deutlich höher als bei den Frauen mit 653 €.

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