So armutsgefährdet sind die Bundesbürger

So armutsgefährdet sind die Bundesbürger

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(verpd) Die Armutsgefährdung nimmt nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) in Deutschland insgesamt weiter zu. In vier Bundesländern ist sogar mehr als jeder Fünfte von Armut bedroht. Für ganz Deutschland errechneten die Statistiker eine Gefährdungsquote von knapp über 15 Prozent.

Die Armutsgefährdungsquote in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 0,6 Prozentpunkte auf 15,1 Prozent angestiegen, wie aktuelle Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) auf Basis des Mikrozensus 2011 zeigen.

Gemäß der Definition der Europäischen Union gelten Menschen als armutsgefährdet, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) der Gesamtbevölkerung auskommen müssen. In 2011 galten Ein-Personen-Haushalte als armutsgefährdet, wenn sie monatlich weniger als 848 € zur Verfügung hatten. Destatis wies darauf hin, dass regionale Einkommensunterschiede zum Teil durch Unterschiede im Preisniveau (insbesondere im Mietniveau) ausgeglichen würden.

Ost-West-Gefälle

Bei der Armutsgefährdung bleibt es bei einem starken Ost-West-Gefälle. Im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) hatten 14,0 Prozent der Bevölkerung ein erhöhtes Armutsrisiko. In den neuen Bundesländern (einschließlich Berlin) lag diese Quote im vergangenen Jahr bei 19,5 Prozent.

Wie Destatis weiter mitteilte, hatten Bremen mit 22,3 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern mit 22,2 Prozent, Berlin mit 21,1 Prozent und Sachsen-Anhalt mit 20,5 Prozent im Jahr 2011 die bundesweit höchsten Armutsgefährdungsquoten. Den stärksten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr verzeichnete Berlin, wo die Gefährdungsquote um 1,9 Prozentpunkte zunahm.

Nordrhein-Westfalen mit Negativrekord

Von Bremen abgesehen, weist Nordrhein-Westfalen unter den alten Bundesländern den schlechtesten Wert auf. Die Armutsgefährdungsquote stieg im vergangenen Jahr laut Destatis auf den Rekordwert von 16,6 (Vorjahr 15,4) Prozent. Im Jahr 2005 war eine Quote von 14,4 Prozent gemessen worden. Auch wenn Mecklenburg-Vorpommern von den Flächenländern immer noch den schlechtesten Wert hat, so ging doch die Armutsgefährdungsquote leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 22,2 Prozent zurück.

Auch Thüringen konnte sich weiter verbessern, wobei die Quote um 0,9 Prozentpunkte auf 16,7 Prozent abnahm. Beide Bundesländer hätten damit ihren bisherigen Bestwert erzielt, erklärte Destatis. Wie das Statistische Bundesamt weiter bekannt gab, summierten sich die öffentlichen Schulden Ende des vergangenen Jahres auf 2,0254 Billionen Euro. Rein rechnerisch bedeutet dies eine Schuldenlast je Bürger von 24.771 €.

Staatsschulden belasten jeden Bürger mit fast 25.000 €

Die Schulden des Bundes erreichten knapp 1,3 Billionen Euro. Um die Bundesschuld komplett abzutragen, müsste jeder Bürger 15.649 € überweisen. Mit rund 615 Milliarden Euro sind die Bundesländer verschuldet oder pro Kopf der Bevölkerung mit 7.526 €. Die Kommunen drückt eine Schuldenlast von rund 130 Milliarden Euro, die mit einer Zahlung von 1.709 € je Bundesbürger beseitigt werden könnte.

Bei fast jedem können diverse Risiken wie Arbeitslosigkeit, Scheidung, Krankheit oder Unfall erhebliche Einkommenseinbußen nach sich ziehen und damit in die Schuldenfalle führen. Die Versicherungswirtschaft bietet eine Vielzahl von Absicherungs-Möglichkeiten, damit der Einzelne die finanziellen Folgen solcher Ereignisse abfedern kann. Wichtig ist insbesondere eine frühzeitige Absicherung.

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