Rund 1,4 Mio. Witwenrenten gekürzt

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Laut Rentenversicherungsbericht 2013 wurden am Stichtag 1.7.2012 insgesamt 1,38 Mio. Witwen- bzw. Witwerrenten gekürzt: 927.000 bei Witwen und 453.000 bei Witwern.

Der monatliche Kürzungsbetrag lag durchschnittlich bei 101 € (für Witwen, die eine auf 533 € gekürzte Witwerrente erhielten) bzw. bei 172 € (für Witwern mit einer auf 236 € gekürzten Witwerrente). Insgesamt erhielten rund 4 Mio. bzw. rund 20 % der insgesamt rund 20 Mio. Rentnerinnen und Rentner in der GRV mehr als eine Rente, also neben der eigenen Rente noch eine Witwen- oder Witwerrente.

Die Mehrfachrenten gingen zu 88 % an Frauen und zu 12 % an Männer (siehe Seite 18 unten des Rentenversicherungsberichts 2013). Immerhin 30 % aller Rentnerinnen bekamen neben ihrer eigenen Rente noch eine Witwenrente. 3,7 Mio. Witwen- bzw. Witwerrenten wurden überprüft, da die zusätzlichen Nettoeinkommen (Arbeitsentgelte oder eigene Renten) der Witwen bzw. Witwer über dem Freibetrag von aktuell 755,30 € lagen.

Von diesen überprüften 3,7 Mio. blieben dann die oben genannten 1,38 Mio. Witwen bzw. Witwer (also gut ein Drittel) übrig, bei denen die Witwen- bzw. Witwerrente gekürzt wurde. Ebenfalls alles nachzulesen auf Seite 18 des Rentenversicherungsberichts 2013.

Fazit: 3,7 Mio. Witwen- bzw. Witwerrenten wurden rechnerisch überprüft mindestens bis zur 3. Berechnungsstufe (Bruttoeinkommen minus Abzug = Nettoeinkommen, Nettoeinkommen minus Freibetrag = Überschuss oder nicht). Wenn dann bei 1,38 Mio. bzw. einem Drittel der Witwen bzw. Witwern ein Überschuss des Nettoeinkommens über dem Freibetrag herauskam, wurde deren Witwen- bzw. Witwerrente gekürzt – im Extremfall (insbesondere bei Witwern) so weit, dass überhaupt keine Witwerrente gezahlt wurde (sog. Nullrenten bzw. vollständiges Ruhen der Witwerrente). Eine Nullrente kann aber ohne Weiteres wieder aufleben, wenn das Nettoeinkommen des Beziehers später sinkt wie zum Beispiel ab Rentenbeginn oder auch schon vorher bei Krankengeldbezug

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