Rentner: Noch verdienender Ehepartner kann in Steuerklasse III wechseln

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Bei vielen älteren Ehepaaren tritt die Konstellation auf, dass ein Partner bereits in Rente gegangen ist, während der andere noch in Lohn und Brot ist. In solchen Fällen kann der Ruheständler seinem Ehepartner getrost die günstige Steuerklasse III überlassen. Dadurch sinken die laufenden Lohnsteuerabzüge für den Verdienenden. Und für Rentner spielt die Steuerklasse in der Regel meist keine Rolle mehr.

Achtung: Die Wahl von Steuerklasse III bringt nur einen vorübergehenden Vorteil – man muss weniger Steuer vorauszahlen und hat aktuell mehr netto zur Verfügung. Wer die Steuerklassenkombination III/V wählt, muss in jedem Fall eine Steuererklärung abgeben. Erst danach stellt sich heraus, wie hoch die Steuerschuld ist. Unter Umständen muss man dann im Folgejahr Steuern nachzahlen.

Anders sieht die Sache aus, wenn der Ehepartner des Rentners Arbeitslosengeld I bezieht. In diesem Fall bringt dem Betroffenen Steuerklasse III deutlich mehr ALG I – und das muss nicht zurückgezahlt werden. Deshalb akzeptieren die Arbeitsagenturen den Wechsel in Klasse III nur in wenigen, gesetzlich geregelten Ausnahmefällen. Wenn der Ehepartner Rentner ist, liegt ein solcher Fall vor. Ausnahmen: Dieser Tipp gilt allerdings nicht für Betriebsrentner – soweit ihre Rente dem Lohnsteuerabzug unterliegt – und ebenso wenig für pensionierte Beamte.

Auch Langzeitkranke können die bessere Steuerklasse ihrem Ehepartner überlassen. Soweit ihr Krankengeld einmal berechnet ist, spielt die gewählte Steuerklasse für die Höhe der Leistung nämlich keine Rolle mehr.

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