Rentenreformen verringern Rentenrendite

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Den größten Posten bei den Sozialabgaben stellen die Rentenbeiträge dar. Deshalb fragen sich viele, ob die sich lohnen.

In ihrer Broschüre Rendite der gesetzllichen Rentenversicherung mit Stand 5/2013 zitiert die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Dr. Herbert Rische, den ehemaligen Präsidenten der Deutschen Rentenversicherung Bund, mit den Worten: Nach den jüngsten Reformmaßnahmen in der Rentenversicherung werden sich die Renditen in der Rentenversicherung zwar verringern, bleiben aber auch künftig positiv.

Renditen kenne man vor allem bei Produkten von Banken und Versicherungen, schreibt die DRV in ihrer Broschüre. Aber auch in der gesetzlichen Rentenversicherung könne man eine Rendite errechnen. Hierzu würden mit einem versicherungsmathematischen Verfahren für Modellfälle ermittelt, welcher Zinssatz bei einer Anlage der Beiträge am Kapitalmarkt benötigt würde, um mit den gleichen Beiträgen wie in der gesetzlichen Rentenversicherung eine ebenso hohe Rente für die gesamte Dauer der Rentenzahlung zu erzielen.

Aktuelle Rendite

Für den Modellfall eines durchschnittlich verdienenden Versicherten mit 45 Beitragsjahren und Rentenbeginn im Jahr 2013 ergeben die Berechnungen laut DRV je nach Geschlecht, Familienstand und Alter des Versicherten bei Rentenbeginn Renditen zwischen 3,2 % (für Männer) und 3,8 Prozent (für Frauen).

Da in der gesetzlichen Rentenversicherung für Männer und Frauen mit gleichen Beiträgen auch die monatlichen Renten gleich hoch seien, sei die Rendite für Frauen deutlich höher – Frauen hätten durchschnittlich eine höhere Lebenserwartung und erhielten entsprechend länger Rente. Aufgrund der sich gegebenenfalls ergebenden Hinterbliebenenrente entspreche die Rendite für verheiratete Männer in etwa der Rendite für Frauen.

Künftige Rendite

Auf lange Sicht werde die Rendite nach den aktuellen Berechnungen der DRV geringer ausfallen, aber deutlich positiv bleiben. Für Rentenzugänge des Jahres 2040 werde sie voraussichtlich zwischen 3,0 % (für Männer) und 3,4 Prozent (für Männer) liegen.

Rentenbeginn

Rendite für Männer, ledig

Rendite für Frauen

1.1.2012

3,2 %

3,8 %

1.1.2020

3,1 %

3,6 %

1.1.2030

3,0 %

3,4 %

1.1.2040

3,0 %

3,4 %

Diese positive Perspektive ändere sich auch nicht, wenn das Renteneintrittsalter auf das 67. Lebensjahr angehoben werde. Das liege zum einen daran, dass in Zukunft weiterhin von einem Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung auszugehen ist, zum anderen an den durch die Altersgrenzenanhebung bewirkten geringeren Beitragssätzen.

Hinweis: Beachten Sie, dass es sich bei diesen Renditeberechnungen um Durchschnittswerte handelt, die von der angenommenen Rentenbezugsdauer abhängen. Je länger Sie Ihre Rente beziehen, desto höher ist Ihre individuelle Rentenrendite.

Durch die Rentenreformen seit 2002 sinkt das Rentenniveau im Verhältnis zur Gehaltsentwicklung kontinuierlich ab. Wenn Sie Ihren gewohnten Lebensstandard auch im Ruhestand halten wollen, müssen Sie zusätzlich finanziell vorsorgen und Geld zurücklegen. Dabei profitieren Familien besonders stark von der staatlich geförderten Riester-Rente. Auch eine Betriebsrente durch Entgeltumwandlung kann sich lohnen, sofern der Arbeitgeber dafür einen Zuschuss zahlt, da auch er dadurch Sozialabgaben spart. Eine Privatrente empfiehlt sich, wenn in der Rentenphase eine hohe Steuerbelastung zu erwarten ist, denn bei ihr ist nur ein Teil der Auszahlungen zu versteuern.

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