Renteneintritt immer später

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57 % aller Arbeitnehmer gehen erst mit 65 Jahren oder später in Rente.

Laut dem am 19.11.2014 veröffentlichten Bericht der Bundesregierung zur künftigen Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre gingen gut 12.000 Arbeitnehmer Ende 2013 erst mit 66 Jahren oder später in Rente und rund 358.000 mit 65 Jahren. Zusammen sind dies 57 % aller im Jahr 2013 neu hinzu gekommenen Altersrentner.

Rund 159.000 oder 24 % gingen mit 63 Jahren in Rente und sogar 238.000 nahmen einen Rentenabschlag in Höhe von durchschnittlich 7 % der Bruttorente in Kauf. Diese Quote der Frührentner mit Abschlag wird im Jahr 2014 mit Sicherheit deutlich sinken. Schließlich rechnet die Bundesregierung anfänglich mit 200.000 Arbeitnehmern, die von der ab 1.7.2014 neu eingeführten abschlagsfreien Rente mit 63 nach 45 Versicherungsjahren Gebrauch machen wollen.

Bislang liegen der Deutscher Rentenversicherung 163.000 Rentenanträge vor, von denen bereits 110.000 beabeitet wurden. Laut Deutscher Rentenversicherung seien diese fast ausnahmslos bewilligt worden. Zwei Drittel der Antragsteller seien Männer. Laut Ulrich Walwei, Vizedirektor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg könnte in den kommenden Jahren etwa ein Drittel der geburtenstarken Jahrgänge 1950 bis 1963 die Voraussetzungen für die abschlagsfreie Rente ab 63 Jahren erfüllen. Dann würden sogar 300.000 bis 450.000 Personen pro Jahr anspruchsberechtigt sein.

Das Zugangsalter ist im Jahr 2013 bei den reinen Altersrentnern auf durchschnittlich 64,1 Jahre gestiegen. Das erklärt sich vor allem damit, dass mittlerweile immerhin 35 % der 60- bis 64-Jährigen sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind und sogar fast die Hälfte dieser älteren Bevölkerungsgruppe noch erwerbstätig ist. Im Vergleich zu 2010 ist allein der Anteil der 60- bis 64-jährigen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um rund 50 % gestiegen.

Angesichts dieses Trends wird die Rente mit 67 auch von der SPD, von denen große Teile jahrelang dagegen waren, immer weniger angezweifelt. Hoffnungen, dass die künftige Regelaltersgrenze mit 67 Jahren eventuell wieder abgeschafft würde, werden sich somit nicht erfüllen. Eher ist damit zu rechnen, dass die Regelaltersgrenze für die heute unter 50-jährigen Arbeitnehmer spätestens ab dem Jahr 2032 um ein weiteres Jahr oder sogar um zwei auf dann 69 Jahre heraufgesetzt wird.

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