Rentenbesteuerung: Panikmache mit unrealistischen Zahlenspielen

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Kaum ein Neurentner hat 25 % Abzüge von der Rente zu befürchten.

Die von der Boulevard-Presse plakativ berechneten Rentenabzüge von 25 % Einkommensteuer und Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung unterstellen eine hochgerechnete gesetzliche Rente von 2.200 € (ohne künftige Rentensteigerung), die wohl kein einziger Rentner in Deutschland derzeit erreichen kann, und die volle Besteuerung der gesetzlichen Rente im Jahr 2040.

Man müsste schon mindestens 40 Jahre lang immer oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient haben, um auf eine Rente von 2.200 € zu kommen. Das schaffen höchstens Akademiker mit einem Eintrittsalter in den Beruf von 25 Jahren.

Um eine Rente von 2.200 € zu erhalten, sind durchschnittlich 1,9545 Entgeltpunkte pro Jahr erforderlich (40 Jahre x aktueller Rentenwert 28,14 € x 1,9545 Entgeltpunkte).

Auf durchschnittlich 1,9545 Entgeltpunkte pro Jahr kommt momentan kein einziger Rentner, da die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung erst ab 2002 auf das Doppelte des Durchschnittsentgelts angehoben wurden (= 2 Entgeltpunkte pro Jahr).

In den 70er bis 90er Jahren des letzten Jahrhunderts lagen diese Grenzen beim 1,6- bis 1,8-Fachen des Durchschnittsentgelts, sodass es in diesen Jahren höchstens 1,6 bis 1,8 Entgeltpunkte pro Jahr gab.

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