Rentenbeitragssatz sinkt auf 18,9 Prozent

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(verpd) Aufgrund einer positiven Entwicklung der Rentenfinanzen wird der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung noch stärker abgesenkt, und zwar um 0,7 Prozentpunkte auf 18,9 Prozent. Einen entsprechenden Beschluss fasste vor Kurzem das Bundeskabinett.

Wie die Bundesregierung mitteilt, sinkt der Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung ab 1.1.2013 um 0,7 Prozent auf 18,9 Prozent.

Deutlicher Einnahmeüberschuss

Die Reduzierung des Beitragssatzes von 19,6 auf 18,9 Prozent bedeutet nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) eine Gesamtentlastung von rund sechs Milliarden Euro. Für die Arbeitnehmer ergibt dies eine Beitragsreduktion von 9,8 auf 9,45 Prozent, also um 0,35 Prozentpunkte. Wer monatlich 3.000 € brutto verdient, wird nach dem 1.1.2013 also um 10,50 € entlastet.

Nach aktuellen Vorausberechnungen wird die gesetzliche Rentenversicherung zum Ende dieses Jahres einen deutlichen Einnahmeüberschuss erzielen. Die Nachhaltigkeitsrücklage der Deutschen Rentenversicherung wird bis zum Jahresende auf mehr als das 1,5-Fache der durchschnittlichen Monatsausgaben steigen.

Das Verfahren zur Festsetzung des Beitragssatzes in der allgemeinen Rentenversicherung ist in Paragraf 158 SGB VI (Sechstes Sozialgesetzbuch) festgelegt. Demnach muss der Beitragssatz gesenkt werden, wenn die Nachhaltigkeitsrücklage das 1,5-Fache der Monatsausgaben für die Rentenzahlung überschreitet. Sinkt die Rücklage hingegen unter die Grenze von 0,2 Prozent der Monatsausgaben, muss der Beitragssatz erhöht werden.

Private Vorsorge ist notwendig

Trotz der momentanen finanziellen Erleichterung für die Arbeitnehmer wird das Rentenniveau von derzeit rund 50 Prozent auf 43 Prozent im Jahr 2030 weiter absinken. Das Rentenniveau ist die Höhe der Altersrente im Vergleich zum bisher erzielten Einkommen.

Wer weniger als der Durchschnitt aller gesetzlich Rentenversicherten verdient, weniger als 45 Jahre in die gesetzliche Rentenkasse einzahlt oder vor Erreichen der festgelegten Regelaltersgrenze in Rente geht, muss mit einem noch niedrigeren Rentenniveau rechnen.

Der Rückgang des Rentenniveaus macht es für jeden Einzelnen erforderlich, zusätzliche Altersvorsorge zu betreiben, wie auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales betont. Wer wissen möchte, wie hoch die Differenz zwischen dem bisherigen Einkommen und der zu erwartenden Rentenhöhe sein wird, und wie sich eine mögliche Rentenlücke schließen lässt, kann sich dazu von der Deutschen Rentenversicherung kostenlos beraten lassen.

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