Rentenbeitragssatz sinkt auf 18,7 Prozent

 - 

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) kündigt eine Senkung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Rentenversicherung für das kommende Jahr an.

Die Rentenkasse habe wegen der guten wirtschaftlichen Lage hohe Reserven, sagte Nahles der Nachrichtenagentur Reuters auf Anfrage. "Wir werden deshalb den Rentenbeitrag für 2015 um 0,2 Prozentpunkte auf 18,7 Prozent senken."

Aus dem Deutschen Gewerkschaftsbund hatte es Forderungen gegeben, auf die Absenkung zu verzichten. Die Arbeitgeber bestanden indes auf einer Ausnutzung des Spielraums.

Die Beitragssenkung hätten sich Beschäftigte und Unternehmen gemeinsam hart erarbeitet, sagte Nahles. Im vorigen Jahr hatte die Bundesregierung direkt nach ihrem Amtsantritt die eigentlich erforderliche Beitragssenkung allerdings außer Kraft gesetzt, um Geld für das inzwischen verabschiedete Rentenpaket zu sammeln.

Die Beitragssenkung ergibt sich aus den hohen Rücklagen der Rentenversicherung und der Einschätzung der Finanzentwicklung im Jahr 2015. Es ist gesetzlich festgelegt, dass der Beitragssatz bei einem Überschreiten von 1,5 Monatsausgaben gesenkt werden muss.

Wie Reuters aus Regierungskreisen erfuhr, würde diese Obergrenze Ende 2015 bei unverändertem Beitragssatz trotz Ausweitung der Mütterrente und abschlagsfreier Rente deutlich übertroffen.

Mit Abschluss der Steuerschätzung stünden der Bundeszuschuss aus der Mehrwertsteuer an die Rentenkasse und damit die voraussichtlichen Einnahmen des Jahres 2015 fest.

Bei Beibehaltung des bisherigen Beitragssatzes von 18,9 Prozent würde die Nachhaltigkeitsrücklage Ende auf rund 32,2 Milliarden Euro steigen, hieß es. Das entspräche rund 1,7 Monatsausgaben.

Ende dieses Jahres wird nach Angaben aus Regierungskreisen die Nachhaltigkeitsrücklage voraussichtlich 33,5 Milliarden Euro betragen. Dies entspreche 1,82 Monatsausgaben.

Quelle: Reuters

Weitere Geldtipps-News zu den Sozialversicherungsbeiträgen im Jahr 2015

Weitere News zum Thema

  • Seit 1.1.2017: Rentenbeginn flexibilisiert

    [] Am 1.1.2017 ist die Flexirenten-Reform in Kraft getreten. Sie soll dafür sorgen, dass künftig mehr Arbeitnehmer auch im (vorgezogenen) Ruhestand noch arbeiten oder sogar über die Regelaltersgrenze hinaus noch ihrem Betrieb erhalten bleiben. mehr

  • Worauf Rentner bei einem Wohnortwechsel achten sollten

    [] (verpd) Wer als Rentner den Wohnort dauerhaft wechselt und seine neue Postanschrift nicht dem für ihn zuständigen Rentenversicherungsträger mitteilt, muss damit rechnen, dass die Auszahlung seiner Altersbezüge eingestellt wird. Können nämlich Briefe des Rentenversicherungsträgers nicht zugestellt und die neue Adresse nicht ermittelt werden, wird die Rente nicht mehr überwiesen. mehr

  • So niedrig ist die Erwerbsminderungsrente

    [] (verpd) Ist ein gesetzlich Rentenversicherter aufgrund eines Unfalles oder einer Krankheit nicht mehr oder nur im eingeschränktem Maße fähig, irgendeiner Erwerbstätigkeit nachzugehen, bekommt er unter Umständen eine Erwerbsminderungsrente. Insgesamt beziehen knapp 1,8 Millionen Betroffene derzeit eine Erwerbsminderungsrente. Trotz einer vollen Erwerbsminderung erhielten die Betroffenen letztes Jahr im Durchschnitt jedoch keine 750 Euro Erwerbsminderungsrente. In den meisten Fällen ist das zu wenig, um das durch die verminderte Erwerbsfähigkeit entgangene Einkommen zu kompensieren. mehr

  • Alterseinkommen ist mehr als die gesetzliche Rente

    [] (verpd) Vor Kurzem hat die Bundesregierung den jährlichen Rentenversicherungs- und den Alterssicherungsbericht veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass das Haushaltseinkommen, worüber derzeit ein Rentner, der eine gesetzliche Rente bezieht, im Durchschnitt verfügt, zu 63 Prozent aus der gesetzlichen Rente besteht. Und dieser Anteil wird künftig noch weiter sinken. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.