Rentenbeitragssatz bleibt

 - 

(verpd) Die Große Koalition von CDU/CSU und SPD hat vor Kurzem entgegen der bisherigen Regelung die Beibehaltung des Beitragssatzes in der gesetzlichen Rentenversicherung beschlossen.

Angesichts der vielen geplanten Reformen im Rentenrecht unterbleibt nach dem Willen der aktuellen Bundesregierung die eigentlich gesetzlich vorgeschriebene Beitragsabsenkung in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Daher gilt für 2014 weiterhin ein Beitragssatz von 18,9 Prozent in der gesetzlichen Rentenversicherung und 25,1 Prozent für gesetzlich Rentenversicherte in der knappschaftlichen Rentenversicherung.

Rentenkasse wird 2014 um rund 7,5 Milliarden Euro entlastet

Eine Beitragsabsenkung hätte Arbeitgeber und Arbeitnehmer dem Gesetzentwurf zufolge um jeweils 2,9 Milliarden Euro entlastet. Diese 5,8 Milliarden Euro bleiben der Deutschen Rentenversicherung erhalten.

Dem Bund entgehen infolge der unterlassenen Beitragssenkung Entlastungen bei den Beträgen für Kindererziehungszeiten von etwa 380 Millionen Euro. Und der Bundeszuschuss vermindert sich auch nicht um rund 930 Millionen Euro.

Zudem werden Bund, Länder und Gemeinden als Arbeitgeber nicht entlastet. Das macht zusammen etwa 220 Millionen Euro aus. Der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), der sozialen Pflegeversicherung (SPV) und der Bundesagentur für Arbeit entgehen Einsparungen von zusammen rund 170 Millionen Euro.

Geplante rentenpolitische Maßnahmen

Der Gesetzentwurf zielt nach Angaben der Bundesregierung darauf ab, „vor dem Hintergrund der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Kontinuität, Stabilität und Planungssicherheit für die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung sicherzustellen“.

Die ersten rentenpolitischen Maßnahmen sollen bereits Mitte dieses Jahres greifen. Allein die Aufstockung der Mütterrente schlägt noch 2014 mit etwa 3,25 Milliarden Euro zu Buche. Mütter, die Kinder vor 1992 geboren haben, würde dadurch ein weiterer Rentenentgeltpunkt gutgeschrieben, was eine monatliche Rentenerhöhung für die entsprechenden Mütter um rund 28 € in West- und um etwa 25 € in Ostdeutschland bringt.

Zudem ist geplant, die Erwerbsminderungsrenten zu verbessern und die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren bei 45 Versicherungsjahren einzuführen.

Altersgrenze für Rentenbezug steigt weiter

Gesetzlich Rentenversicherte, die dieses Jahr in Rente gehen, unterliegen der derzeit geltenden Anhebung der Altersgrenze für die gesetzliche Altersrente: Im Jahr 2012 startete für Neurentner die Rente mit 67 und damit die schrittweise Anhebung der Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Im Zuge der schrittweisen Anhebung des Renteneintrittsalters in der gesetzlichen Rentenversicherung („Rente mit 67“) steigen die Altersgrenzen in 2014 nun um einen weiteren Monat. Versicherte, die 1949 geboren sind und für die keine Vertrauensschutz-Regelungen gelten, erreichen die Regelaltersgrenze dadurch erst mit 65 Jahren und drei Monaten.

Experten sind sich einig, dass trotz aller Maßnahmen und Änderungen in der gesetzlichen Rentenversicherung viele Bürger nur durch eine private Zusatzvorsorge die finanzielle Absicherung, um den bisherigen Lebensstandard zu halten, erreichen werden können.

Weitere News zum Thema

  • Wann Kindererziehungszeiten (nicht) angerechnet werden

    [] (verpd) Es besteht kein verfassungsrechtlicher Anspruch darauf, dass Kindererziehungszeiten in einem Drittstaat, der nicht Mitglied der Europäischen Union ist, bei der Berechnung einer gesetzlichen Altersrente Berücksichtigung finden. Das hat das Bundesverfassungsgericht mit einem kürzlich veröffentlichten Beschluss entschieden (Az. 1 BvR 2740/16). mehr

  • Immer häufiger führt eine Erwerbsminderung zur Armut

    [] (verpd) Nach den aktuellen Daten der Gesundheits-Berichterstattung des Bundes waren noch nie so viele Bürger aufgrund einer Erwerbsminderung auf eine Grundsicherung angewiesen. Auch benötigen immer mehr Personen, die zwar aufgrund ihrer Erwerbsminderung eine gesetzliche Rente bekommen, eine Grundsicherung, damit sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können. mehr

  • Was es mit dem Sterbevierteljahr auf sich hat

    [] (verpd) Stirbt ein Ehepartner, hat das für den Hinterbliebenen oft auch finanzielle Auswirkungen. Mit dem sogenannten Sterbevierteljahr will die gesetzliche Rentenversicherung dem hinterbliebenen Ehepartner den Übergang zu den geänderten finanziellen Verhältnissen erleichtern. Die Witwe oder der Witwer erhält dazu drei Monate lang eine höhere Hinterbliebenenrente ausbezahlt, als die gesetzliche Witwen- oder Witwerrente tatsächlich ist. Dazu müssen jedoch bestimmte Kriterien erfüllt sein. mehr

  • Damit die Rente kein Ratespiel wird

    [] (verpd) Nur wenige Bundesbürger im erwerbsfähigen Alter haben eine klare Vorstellung davon, welche gesetzliche Altersrente ihnen später zur Verfügung stehen wird. Dagegen sind sich viele nicht sicher, ob ihr Alterseinkommen auch tatsächlich ausreicht, um ihren Lebensstandard zu halten, so die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.