Rentenauskünfte fehlerhaft

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Die Rentenauskünfte der Deutschen Rentenversicherung sind momentan mit Vorsicht zur genießen. Schließlich ist solch ein Gesetzeswerk wie das just zum 1.7.2014 in Kraft getretene Rentenpaket für die Computer der Deutschen Rentenversicherung nur schwer zu stemmen.

Wer es von der Behörde "schwarz auf weiß" haben will, ob die besondere Wartezeit von 45 Jahren erfüllt ist oder nicht, sollte sich in Geduld üben. Maschinell lässt sich derzeit nicht auf Knopfdruck ermitteln, ob die Voraussetzungen erfüllt sind.

Daher hat die Deutsche Rentenversicherung auch den automatischen Versand von Renteninformationen und Rentenauskünften ausgesetzt. Besonders betroffen sind neben den Müttern auch Handwerkmeister, die in ihrem Versicherungsverlauf auch Zeiten mit freiwilligen Beiträgen vorfinden.

Diese werden fälschlicherweise nicht bei der besonderen Wartezeit von 45 Jahren mitgezählt – folglich sind die Aussagen über die angeblich nicht erfüllten Voraussetzungen derzeit falsch. Das gilt auch für Zeiten der Arbeitslosigkeit in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn.

Die Voraussetzungen sind auch wirklich verzwickt: Bezug von Arbeitslosengeld zählt mit auf die 45 Jahre. Das gilt aber nicht für den Bezug von Arbeitslosengeld in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn, es sei denn die Arbeitslosigkeit ist eine Folge der Insolvenz des Arbeitgebers oder der Geschäftsaufgabe.

Zeiten, in den Arbeitslosenhilfe oder Arbeitslosengeld II (Hartz IV) bezogen wurde, zählen nicht mit. Allerdings ist in so manchen Versicherungsverlauf zwischen Arbeitslosgeld oder Arbeitslosenhilfe nicht scharf getrennt.

Auch die "Mütterrente" konnte von der Deutschen Rentenversicherung nicht pünktlich zum 1.7.2014 ausgezahlt werden. Die Nachzahlung ist für Ende September 2014 in Aussicht gestellt. Hierfür muss kein gesonderter Antrag oder gar Widerspruch gegen die Rentenpassung erhoben werden.

Wer in den nächsten Wochen unbedingt eine verlässliche Auskunft über die abschlagsfreie Rente ab 63 plus x Jahren benötigt, sollte sich unbedingt von der Deutschen Rentenversicherung persönlich beraten lassen.

Das Geld für angeblich exklusive Informationen über das neue Rentenrecht, die z.B. im Internet oder im Videotext von Privatsendern angeboten werden, kann man sich getrost sparen.

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