Renten steigen um über zwei Prozent

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Der aktuelle Rentenwert steigt durch die Anpassung zum 1.7.2015 um 2,1 Prozent von 28,61 auf 29,21 € im Westen, im Osten um 2,5 Prozent von 26,39 € auf 27,05 €.

Die Erhöhungen fallen damit etwas kräftiger aus als von der Deutschen Rentenversicherung im November 2014 prognostiziert wurde. Zudem werden sie nicht durch die Inflation geschmälert, da diese zuletzt bei minus 0,1 Prozent lag.

Basis der diesjährigen Rentenerhöhung ist eine Steigerung der Löhne und Gehälter um 2,08 Prozent in den alten Ländern und 2,5 Prozent in den neuen Ländern. Erstmals seit dem Jahr 2002 steigen die Renten in diesem Jahr wieder parallel zu den Löhnen der Beschäftigten, da sich die demografischen Renten-Dämpfungsfaktoren in der Rentenanpassungsformel nicht mehr negativ auswirken.

Der Nachhaltigkeitsfaktor, der die Entwicklung des Zahlenverhältnisses von Beitragszahlern und Rentnern spiegelt, wirkt sich laut Bundessozialministerium mit + 0,01 Prozentpunkten diesmal nur minimal aus. Auch der Faktor Altersvorsorgeaufwendungen (AVA) – meist Riesterfaktor genannt –, der die Kosten der Beschäftigten beim Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge auf die Rentner überträgt, spielt keine Rolle, weil sich der Beitragssatz zur Rentenversicherung im Jahr 2014 nicht verändert hat und sich die Riester-Treppe bereits 2013 letztmalig negativ auswirkte. Zudem müssen keine unterbliebenen Rentenkürzungen mehr durch einen Ausgleichsfaktor nachgeholt werden.

Ohne einen einmaligen statistischen Effekt würden die Renten in diesem Jahr um mehr als 3 % steigen. Das liegt daran, dass das Statistische Bundesamt die Beschäftigungsstatistik umgestellt und dabei mehr Geringverdiener eingerechnet hatte. Dieser Effekt soll 2016 wieder ausgeglichen werden. Dann könnte die Rentenerhöhung 4,5 % betragen.

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