Noch ist die Geburtenrate stabil

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(verpd) Neue Nachrichten zur demografischen Entwicklung: In den kommenden sieben Jahren bleibt die niedrige Geburtenzahl wenigstens stabil. Aber jede fünfte Frau zwischen 40 und 44 Jahren ist bereits kinderlos. Dies wirkt sich unter Umständen negativ auch auf das gesetzliche Rentenniveau aus.

Der Präsident des Statistischen Bundesamtes (Destatis) Roderich Egeler präsentierte vor Kurzem die Daten der von den Standesämtern gemeldeten Geburten und die Ergebnisse des Mikrozensus 2012. Danach bleibt die Zahl der jährlich geborenen Kinder aufgrund der noch günstigen Altersstruktur der potenziellen Mütter voraussichtlich bis zum Jahr 2020 stabil. 2012 waren in Deutschland 673.000 Kinder geboren worden. Im Jahr der Wiedervereinigung 1990 waren es allerdings noch 905.700 Geburten gewesen.

Egeler zufolge hat sich die Geburtenrate mit 1,4 Kindern je Frau seit 1997 stabilisiert. Dies könnte auch bis 2020 so bleiben. Dann aber gäbe es schwächer besetzte Frauen-Jahrgänge, sodass die Geburtenrate auf 1,6 Kinder steigen müsste, um das Niveau halten zu können.

Immer mehr Frauen bleiben kinderlos

Die Zahl der Frauen, die kinderlos bleiben, nimmt stetig zu. Vor allem in den neuen Bundesländern ist dieser Trend deutlich zu verspüren, wenn auch noch auf niedrigerem Niveau.

Die hohe Kinderlosigkeit bestimmt wiederum maßgeblich das Geburtenniveau, wie Egeler weiter ausführte. Laut Mikrozensus 2012 haben 22 von 100 Frauen im Alter zwischen 40 und 44 Jahren kein Kind geboren.

In den alten Bundesländern lag der Anteil kinderloser Frauen in diesen Jahrgängen bei 23 Prozent, in den neuen Ländern bei 15 Prozent. Im Vergleich zum vorherigen Mikrozensus von 2008 ergibt sich für die alten Bundesländer eine Zunahme um einen Prozentpunkt. Im Osten Deutschlands wurde allerdings ein Zuwachs von fünf Prozentpunkten festgestellt.

Mütter bekommen im Durchschnitt zwei Kinder

Die Altersgruppe an Müttern, die im vergangenen Jahr zwischen 45 und 49 Jahre alt waren und „statistisch gesehen“ ihre Familienplanung abgeschlossen haben, haben im Laufe ihres Lebens im Durchschnitt zwei Kinder geboren.

31 Prozent dieser Mütter haben nur ein Kind, 48 Prozent zwei Kinder und 15 Prozent drei Kinder. Sechs Prozent der Mütter haben vier oder mehr Kinder geboren.

„Die durchschnittliche Kinderzahl je Mutter ist seit 30 Jahren fast konstant“, sagte Egeler. Allerdings werde der Anteil der Frauen kleiner, die ihr erstes Kind im Alter von unter 30 Jahren gebären würden. Dadurch verringere sich auch die Anzahl potenzieller Mütter mit drei oder mehr Kindern, erklärte Egeler.

Rentenniveau wird voraussichtlich weiter sinken

Da trotz gleichbleibender Geburtenrate immer noch mehr Menschen sterben als geboren werden – letztes Jahr starben fast 870.000 Menschen – und zudem die Bürger immer älter werden, wird nach Expertenaussagen das künftige gesetzliche Rentenniveau voraussichtlich noch niedriger als bisher sein. Der Grund: Immer weniger Erwerbstätige müssen künftig für immer mehr Rentner und wegen der steigenden Lebenserwartung auch für eine längere Rentendauer aufkommen.

Bereits jetzt erhält ein sogenannter Standardrentner, der die Regelaltersgrenze erreicht und 45 Jahre lang einen Verdienst in Höhe des Durchschnittseinkommens aller gesetzlich Rentenversicherten hatte, weniger als die Hälfte seines bisherigen Einkommens als Altersrente.

Deshalb wird für den Einzelnen eine frühzeitige private Absicherung für das Alter sowie gegen die Risiken Pflegefall und Berufsunfähigkeit immer wichtiger. Auch wer glaubt, aktuell keine finanziellen Mittel dafür zur Verfügung zu haben, sollte sich informieren. Viele Möglichkeiten erkennt man oftmals erst durch eine gründliche Analyse der persönlichen Situation und der Förder-Möglichkeiten.

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