Neues bei den Hinzuverdienstgrenzen für Hinterbliebene

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(verpd) Wer eine gesetzliche Witwen- oder Witwerrente erhält, kann nur bis zu einem bestimmten Freibetrag etwas hinzuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Diese Hinzuverdienstgrenze wird zum 1.7.2015 angehoben. Bezieher einer gesetzlichen Waisenrente haben ab dem genannten Zeitpunkt sogar überhaupt keine Abzüge mehr, egal wie viel sie hinzuverdienen.

Ab dem 1.7.2015 dürfen sich die Bezieher einer gesetzlichen Rente aufgrund der jährlichen Rentenanpassung über eine Erhöhung bestehender Renten um 2,1 Prozent in den alten und um 2,5 Prozent in den neuen Bundesländern freuen.

Zudem steigen auch die Freibeträge (Hinzuverdienstgrenzen), bis zu welchen die Bezieher einer gesetzlichen Witwen-, Witwer- oder Erziehungsrente dazuverdienen dürfen, ohne dass die Hinterbliebenenrente gekürzt wird.

So berechnet sich die Hinzuverdienstgrenze

Die Hinzuverdienstgrenze entspricht bei der Witwen-, Witwer- und Erziehungsrente dem 26,4-Fachen des aktuellen Rentenwertes. Bei Beziehern einer Hinterbliebenenrente, die Kinder mit einem Anspruch auf Waisenrente erziehen, erhöht sich der Freibetrag zusätzlich um das 5,6-Fache des Rentenwertes je Kind.

Aufgrund der Änderung des Rentenwertes zum 1.7.2015 von 28,61 € auf 29,21 € in Westdeutschland und von 26,39 € auf 27,05 € in Ostdeutschland wird entsprechend auch der jeweilige Freibetrag angehoben.

Höhere Hinzuverdienstgrenzen und geänderte Regelung bei Waisenrenten

Während bisher der Freibetrag für eine Witwen-, Witwer- oder Erziehungsrente bei 755,30 € in West- und 696,70 € in Ostdeutschland im Monat lag, steigt dieser zum 1. Juli auf 771,14 € in den alten beziehungsweise auf 714,12 € in den neuen Bundesländern an. Je waisenrenten-berechtigtes Kind, das der Hinterbliebene erzieht, erhöht sich dieser Freibetrag zudem um 163,58 € in West- und 151,48 € in Ostdeutschland.

Aufgrund einer Anfang des Jahres beschlossenen Gesetzesänderung entfällt für volljährige Waisen ab dem 1.7.2015 die Einkommensanrechnung bei der Waisenrente, das heißt, egal wie hoch der Hinzuverdienst ist, es gibt keine Abzüge bei der Rente. Waisen, die noch keine 18 Jahre alt sind, dürfen wie bisher auch weiter unbegrenzt hinzuverdienen, ohne dass es zu einer Einkommensanrechnung und damit zu einer Kürzung der Rente kommt.

Nachteile vermeiden

Prinzipiell empfiehlt es sich für alle Bezieher einer Witwen- oder Waisenrente, die zusätzlich zur gesetzlichen Rente etwas dazuverdienen wollen, sich bei der zuständigen Beratungsstelle der gesetzlichen Rentenversicherung beraten zu lassen. Wichtig sind beispielsweise die Fragen, mit welchen Abzügen konkret zu rechnen ist und ob das erwirtschaftete Einkommen auch tatsächlich angerechnet wird, sofern es über dem Freibetrag liegt. Es werden nämlich fast alle Einkommensarten berücksichtigt, doch es gibt auch Ausnahmen, wie die Rente aus einem Riester-Rentenvertrag.

Um Nachteile zu vermeiden, sollten mögliche Fragen noch vor dem Beginn der (neben)beruflichen Tätigkeit geklärt werden. Allgemeine Fragen können auch direkt telefonisch bei der Deutschen Rentenversicherung (kostenloses Servicetelefon: 0800 100048070) geklärt werden. Details zur Einkommensanrechnung bei der Hinterbliebenenrente stehen zudem im Webauftritt der Deutschen Rentenversicherung.

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