Jeder fünfte Rentenbezieher hat mehr als eine Rente

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(verpd) Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung gab es Mitte vergangenen Jahres fast 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner. 2011 machte die gesetzliche Rente mit durchschnittlich 64 Prozent den größten Anteil am Gesamteinkommen aus. Altersrentenneuzugänge erhielten im Durchschnitt 695 €. Minirenten finden sich vor allem in den alten Bundesländern.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund zählte zur Jahresmitte 2012 gut 20,6 Millionen Rentnerinnen und Rentner. Davon bezogen gut vier Millionen von ihnen mehr als eine gesetzliche Rente.

Mehr als eine Rente bekommen aufgrund ihrer deutlich längeren Lebenserwartung vor allem Frauen. Unter den knapp 3,6 Millionen Rentnerinnen, die mehr als eine Rente erhalten, sind allein über 1,2 Millionen verwitwet.

Größter Anteil aus der gesetzlichen Rente

Der Broschüre „Rentenversicherung in Zahlen 2013" zufolge machte im Jahr 2011 die gesetzliche Rente am Gesamteinkommen von Menschen im Rentenalter mit 64 Prozent klar den größten Teil aus. Insbesondere Frauen (71 Prozent) sind auf die gesetzliche Rente als zentrale Einkommensquelle angewiesen.

Bei Frauen in den neuen Bundesländern hängen 93 Prozent von ihrer gesetzlichen Rente ab. Aus privater Vorsorge kommen nur drei Prozent hinzu.

Ganz anders ist die Einkommenslage bei Männern, die ihre Rentenansprüche in den alten Bundesländern erworben haben. Hier macht die gesetzliche Rente nur noch 54 Prozent des Gesamteinkommens aus. Aus anderen Alterssicherungs-Systemen fließen weitere 29 Prozent zu und zehn Prozent stammen bereits aus der privaten Altersvorsorge.

Niedrige Rentenhöhe bei Altersrentenneuzugänge

Die Rentenversicherung listete für das Jahr 2012 im Detail die Verteilung und durchschnittlichen Rentenzahlbeträge der Rentenneuzugänge auf. Danach bezogen in den alten Bundesländern rund 500.000 Männer und Frauen erstmals eine Altersrente, die im Durchschnitt bei monatlich 695 € lag. Dabei wurde für Männer ein durchschnittlicher Rentenbezug von 898 und für Frauen von 493 € ausgewiesen.

Die Regelaltersrente wurde mit durchschnittlich monatlich 426 € (Männer: 575 €, Frauen 308 €) angegeben. Die Regelaltersrente bezogen erstmals knapp 255.000 Männer und Frauen. Die höchste Rente erreichten in den alten Bundesländern besonders langjährig versicherte Männer mit einer Monatsrente von 1.465 €. Dies waren allerdings nur knapp 9.000 Personen.

Besonders langjährig versicherte Frauen kommen auf eine Rentenhöhe von 1.097 €. In den neuen Bundesländern lagen die Rentenzahlbeträge im Durchschnitt bei 832 € im Monat. Für besonders langjährig Versicherte betrug sie 1.104 € (nur rund 1.900 Frauen und Männer). Die Rentner in der Regelaltersgrenze erhielten 469 € (22.200 Personen).

Kleinstrenten vor allem in den alten Bundesländern verbreitet

Von der Gesamtzahl der Versichertenrenten hatten den Angaben zufolge Ende 2012 in den alten Bundesländern Kleinstrenten von unter 150 € im Monat bei Männern einen Anteil von 7,1 Prozent und bei Frauen von 12,9 Prozent. Und Rentenzahlungen zwischen 150 bis 300 € bekamen 6,1 Prozent der Rentner und 20,1 Prozent der Rentnerinnen.

Eine Rente von über 1.500 € im Monat bezogen 15,1 Prozent der Rentner (knapp 1,1 Millionen) und 0,7 Prozent der Frauen (rund 63.000). In den neuen Bundesländern spielen die Minirenten von unter 150 € praktisch keine Rolle (Männeranteil: 0,5 Prozent, Frauenanteil: 0,7 Prozent). Auf der Stufe bis 300 € befinden sich nur wenige Personen (Männer: 1,1 Prozent, Frauen: 3,7 Prozent).

Bei den Männern bezieht ein Großteil Renten zwischen 900 und 1.200 € im Monat (37,4 Prozent). Spitzenrentner (mehr als 1.500 €) haben einen Anteil von 8,0 Prozent. Bei Frauen in den neuen Ländern lassen sich entsprechend die Werte 15,2 Prozent und 0,5 Prozent ablesen.

Privat vorsorgen

Wie die Zahlen zeigen, ist die Altersrente alleine nur in den wenigsten Fällen ausreichend, um finanziell sorglos sein Rentenalter zu genießen.

Wer sichergehen will, dass er ab einem bestimmten Alter über fest kalkulierbare Alterseinkünfte verfügen kann, sollte sich daher nicht nur auf die gesetzliche Rentenversicherung verlassen, sondern frühzeitig entsprechend privat vorsorgen.

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