Jahresmeldung prüfen, damit Arbeitgeberfehler nicht die Rentenansprüche mindern

 - 

(verpd) Normalerweise erhält jeder Arbeitnehmer einmal jährlich eine Bescheinigung über den vom Arbeitgeber an die Sozialversicherung gemeldeten anzurechnenden Bruttojahresverdienst des Vorjahrs.

Haben sich hier jedoch aus irgendeinem Grund Fehler eingeschlichen, werden auch die Rentenansprüche falsch berechnet. Daher sollte jeder Arbeitnehmer die angegebenen Daten auf Richtigkeit prüfen.

Ein Arbeitgeber ist verpflichtet, für jeden Arbeitnehmer, der über dem 31. Dezember des Vorjahres bei ihm beschäftigt war, bis spätestens 15. April eine Jahresmeldung über die sozialversicherungsrelevanten Daten bei der jeweiligen gesetzlichen Krankenkasse abzugeben. Eine Kopie der Meldung erhält normalerweise auch der Arbeitnehmer bis spätestens 30. April.

In der Jahresmeldung sind vom Arbeitgeber der Zeitraum der Beschäftigung im Vorjahr und die Höhe des rentenversicherungspflichtigen Arbeitsentgelts des jeweiligen Arbeitnehmers zu nennen. Diese Daten bilden unter anderem die Berechnungsgrundlage für die Rentenansprüche des Arbeitnehmers an die gesetzliche Rentenversicherung.

Damit ein Fehler des Arbeitgebers nicht die Rentenansprüche mindert

Da auch einem Arbeitgeber Fehler unterlaufen können, rät der Deutsche Rentenversicherung Bund den Arbeitnehmern, die Angaben in der Jahresmeldung genau zu prüfen. Unter anderem sollten die Angaben wie Name und Anschrift, Beschäftigungsdauer sowie die Höhe des rentenversicherungspflichtigen Arbeitsentgelts, also die Höhe des Brutto-Jahresverdiensts, aus dem sich der gezahlte Rentenversicherungs-Beitrag errechnet hat, in der Jahresbescheinigung auf Richtigkeit kontrolliert werden.

Stimmen die Daten nicht, könnten die Rentenansprüche beispielsweise geringer ausfallen als sie tatsächlich sind. Hat der Arbeitnehmer einen Fehler festgestellt, sollte er dies umgehend dem Arbeitgeber melden.

Da die Jahresmeldungen als Nachweis über die gezahlten Rentenbeiträge gelten, sollten sie mit anderen Rentenunterlagen wie den jährlichen Renteninformationen bis zum Eintritt der Rente vom Arbeitnehmer aufbewahrt werden. Fragen zur Jahresmeldung beantworten kostenlos die Auskunfts- und Beratungsstellen der DRV sowie die Mitarbeiter des DRV unter der Servicetelefonnummer 0800 100048070.

Weitere News zum Thema

  • Die Lebenserwartung steigt weiter

    [] (verpd) Im Jahr 2017 neugeborene Jungen haben eine statistische Lebenserwartung von 84 bis fast 90 Jahren, neugeborene Mädchen von 88 bis rund 93 Jahren. Dies zeigen die kürzlich vorgelegten Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). mehr

  • Immer mehr werden ein hohes Alter erreichen

    [] (verpd) Wie die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung vor Kurzem bekannt gaben, wird aller Voraussicht nach ein hoher Anteil der Neugeborenen, aber auch der heute 25- oder 50-Jährigen, mindestens 85 Jahre alt werden. Hält der Trend der letzten Jahrzehnte bezüglich der Lebenserwartung an, werden von jeweils aktuell 100 neugeborenen Mädchen 28 und von 100 neugeborenen Jungen sieben 100 Jahre alt oder älter. mehr

  • Hohe Skepsis beim Thema Alterseinkommen

    [] (verpd) Die meisten Bürger sind der Ansicht, dass die gesetzliche Rente alleine nicht ausreichen wird, um ihren Lebensstandard zu halten. Im Durchschnitt rechnen die Bürger damit, das sie nur knapp über die Hälfe ihres Einkommens, dass sie im Alter benötigen werden, auch tatsächlich zur Verfügung haben werden, wie aus einer jüngst veröffentlichten Umfrage hervorgeht. mehr

  • Durchschnittliche Altersrente unter 860 Euro

    [] (verpd) Die vor Kurzem veröffentlichte Statistik der Deutschen Rentenversicherung belegt, dass die durchschnittliche Altersrente letztes Jahr nicht einmal 860 Euro pro Monat betrug. Ein Großteil, unter anderem die Bezieher der Regelaltersrente und Frauen, bekamen im Durchschnitt sogar noch erheblich weniger. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.