Immer mehr Erwerbstätige im Rentenalter

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Eine Randerscheinung ist das Arbeiten im Rentenalter längst nicht mehr. Der Trend geht in Richtung Seniorenbeschäftigung. Oft aus Spaß an der Tätigkeit, manchmal aber auch eher aus finanzieller Not.

Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im regulären Rentenalter in Deutschland ist deshalb weiter gestiegen. Nach den aktuellsten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hatten im Juni 2016 knapp 255000 Menschen im Alter von 65plus einen regulären sozialversicherungspflichtigen Job. Das waren etwa 30000 mehr als im Juni 2015. Im Vergleich zum Jahr 2011 hat sich die Zahl fast verdoppelt.

Wer auch 2017 noch einer solchen Beschäftigung nachgeht, sollte auf die neuen Regeln zur Flexi-Rente achten. Senior-Jobber jenseits des regulären Rentenalters waren bisher nämlich immer rentenversicherungsfrei. Das gilt nun nicht mehr unbedingt. Denn seit Anfang dieses Jahres können sie sich in die Rentenversicherung einwählen. Dadurch sichern sich die Betroffenen ein doppeltes Rentenplus. Sie zahlen selbst Rentenbeiträge und erhöhen damit nochmals ihre Rente. Zudem werden die Beiträge, die die Arbeitgeber entrichten, dann ihrem Rentenkonto gutgeschrieben. Bislang landen diese in der Rentenkasse, ohne dass die Betroffenen etwas davon hatten.

Fast eine Million Senioren im Alter von 65plus haben einen sogenannten Minijob: Laut Bundesagentur für Arbeit gingen Ende 2016 fast 994000 Menschen im Rentenalter einer sogenannten geringfügigen Beschäftigung nach – etwa im Einzelhandel oder in der Gastronomie. Zudem gab es im vergangenen Jahr in Deutschland 350000 Selbstständige im Alter von 65 bis 74 Jahren.

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