Gesetzliche Rentenversicherung: Auf dem Weg zur Rente mit 67

Gesetzliche Rentenversicherung: Auf dem Weg zur Rente mit 67

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2016 gibt es weitere Schritte auf dem Weg zur Rente mit 67. Die reguläre Altersrente gibt es einen Monat später und auch die Altersgrenzen für die vorzeitigen Altersruhegelder und die Erwerbsminderungsrente werden 2016 nochmals angehoben.

Folgend ein Überblick über den aktuellen Stand.

Das Alter, ab dem es nach Erfüllung einer fünfjährigen Wartezeit eine ungekürzte Regel-Altersrente gibt, steigt nun auf 65 Jahre und 5 Monate. Genauer gesagt gilt dieser Wert nicht für das Jahr 2016, sondern für den kompletten Geburtsjahrgang 1951. Das bedeutet beispielsweise: Wer am 2.12.1951 geboren wurde, kann die reguläre Altersrente erst ab Juni 2016 erhalten, ab dem Monat, nachdem er 65 Jahre und fünf Monate alt geworden ist.

Seit Juli 2014 gibt es für Versicherte, die auf eine 45-jährige Wartezeit kommen, allerdings die Möglichkeit, bereits deutlich vorher in Rente zu gehen. Diese können die Altersrente für besonders langjährig Versicherte in Anspruch nehmen – und zwar ohne Abschläge. Für den Jahrgang 1953, diejenigen also, die 2016 ihren 63. Geburtstag feiern, ist dies allerdings nicht mehr mit 63, sondern erst zwei Monate später möglich. Das Zugangsalter für den abschlagfreien Rentenzugang wird danach schrittweise für jeden Jahrgang um zwei Monate angehoben. Ab dem Jahrgang 1964 gilt dann wieder die 65-Jahres-Grenze.

Etwas niedrigere Hürden gibt es bei der Altersrente für langjährig Versicherte. Hier reichen schon 35 Versicherungsjahre. Dafür wird die Rente kräftig gekürzt. Die Rente kann zwar schon ab 63 bezogen werden – aber mit kräftigen Rentenabschlägen. 2016 erreicht der Jahrgang 1953 die 63-Jahres-Grenze. Wer in diesem Jahr geboren wurde, kann die Altersrente für langjährig Versicherte mit einem Abschlag von 9,3 % beziehen. Wer mit 63 Jahren Rentenansprüche in Höhe von 1.000,00 € erworben hat, bekommt als Rente also nur 907,00 €, wovon noch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge abgehen. Für jeden neuen Rentnerjahrgang werden die Abschläge höher. Ab 2024 sind es dann maximal 14,4 %, wenn man schon mit 63 in Rente geht.

Diese Rente muss niemand mit 63 beantragen. Das ist auch einige Monate später oder erst mit 65 möglich. Dann fallen die Rentenabschläge entsprechend geringer aus. Wer z.B. 1953 geboren wurde und die Rente erst mit 65 beanspruchen möchte, muss nur Abschläge in Höhe von 2,1 % (7 × 0,3 %) hinnehmen.

Bei der Schwerbehindertenrente gilt ab 2016: Im Regelfall kann diese Rente nun auch mit Abschlägen nicht mehr ab 60 Jahren bezogen werden. Für den Jahrgang 1953 liegt die Altersrente für den regulären (abschlagfreien) Bezug dieser Rente bei 63 Jahren und sieben Monaten. Diese Schwerbehindertenrente kann man auch maximal drei Jahre vorher (für den Jahrgang 1953 also ab 60 Jahren und sieben Monaten) erhalten, dann aber mit Abschlägen von bis zu 10,8 % (0,3 % × 36 Monate).

Die schrittweise Anhebung des Rentenalters wirkt sich auch auf Neu-Erwerbsgeminderte aus. Sie bekommen ab 2016 eine abschlagfreie Erwerbsminderungsrente erst mit 63 Jahren und 10 Monaten. Wer diese Rente also ungekürzt erhalten will, darf erst mit knapp 64 Jahren erwerbsgemindert werden. Der maximale Abschlag bleibt bei 10,8 %. Er fällt an, wenn die Rente mit 60 Jahren und 10 Monaten bzw. – was meist der Fall ist – noch deutlich früher bezogen wird.

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