Gesetzliche Renten steigen kräftig

Gesetzliche Renten steigen kräftig

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Für über 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner gibt es auch dieses Jahr mehr Geld.

In Westdeutschland steigt die Rente zum 1.7.2017 um 1,9 Prozent, in den neuen Ländern um 3,59 Prozent. Damit ergibt sich eine Anhebung des aktuellen Rentenwerts (West) von gegenwärtig 30,45 Euro auf 31,03 Euro und eine Anhebung des aktuellen Rentenwerts (Ost) von gegenwärtig 28,66 Euro auf 29,69 Euro. Der aktuelle Rentenwert (Ost) beträgt nun 95,7 Prozent des aktuellen Rentenwerts West (bisher: 94,1 Prozent).

Grundlage der Rentenerhöhung ist die Lohnentwicklung. Die für die Rentenanpassung relevante Lohnsteigerung beträgt 2,06 Prozent in den alten Ländern und 3,74 Prozent in den neuen Ländern. Sie basiert auf der vom Statistischen Bundesamt gemeldeten Lohnentwicklung nach den volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen, wobei der Einfluss der Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (Zwei-Euro-Jobs) außer Acht bleibt.

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Darüber hinaus wird bei der Rentenanpassung die beitragspflichtige Entgeltentwicklung der Versicherten berücksichtigt, die für die Einnahmensituation der gesetzlichen Rentenversicherung entscheidend ist.

Durch den Nachhaltigkeitsfaktor wird die Entwicklung des zahlenmäßigen Verhältnisses von Rentenbeziehenden zu Beitragszahlenden bei der Anpassung der Renten berücksichtigt. In diesem Jahr wirkt sich der Nachhaltigkeitsfaktor mit 0,14 Prozentpunkten geringfügig dämpfend auf die Rentenanpassung aus.

Außerdem wird durch den Faktor Altersvorsorgeaufwendungen die Veränderung der Aufwendungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beim Aufbau ihrer Altersvorsorge auf die Anpassung der Renten übertragen. Da sich der Beitragssatz in der allgemeinen Rentenversicherung 2016 jedoch nicht verändert hat und die sogenannte Riester-Treppe bereits 2013 letztmals zur Anwendung kam, wirkt sich der Faktor Altersvorsorgeaufwendungen in diesem Jahr nicht negativ auf die Rentenanpassung aus.

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