Geldtipps-Blog: Lohnt sich die Flexi-Rente?

Geldtipps-Blog: Lohnt sich die Flexi-Rente?

 - 

(ms) Die meisten Arbeitnehmer können vorzeitig mit 63 Jahren vorzeitig ihre Altersrente in Anspruch nehmen. Allerdings müssen sie dann Rentenabschläge in Kauf nehmen. Diese lassen sich ab 1.7.2017 bereits auf dem 50. Lebensjahr ausgleichen. Lohnt sich das?

Wie in unserer Nachricht Vorzeitige Altersrente: Keine Abschläge dank Zuzahlung dargestellt, könnten Sie mit 63 Jahre Ihre volle Altersrente beziehen, wenn Sie die fälligen Rentenabschlage "abkaufen" würden. Das kostet einige Zehntausend Euro, doch für ältere Jahrgänge - insbesondere ab 60 Jahren - lohnt sich das angesichts der Niedrigzinsphase eher als in eine private Rentenversicherung einzuzahlen, um die gesetzliche Rente aufzustocken.

Die Rendite der gesetzlichen Rente übertrifft die der privaten Rente, weil die Vertriebs- und Verwaltungskosten der Deutschen Rentenversicherung vergleichsweise niedrig ausfallen.

Für jüngere Jahrgänge - mindestens für unter 55-Jährige - lohnt sich dagegen eher die kapitalgedeckte Variante, beispielsweise eine Rürup-Rente, die wegen der identischen Besteuerung der Beiträge und der Auszahlungen gut mit der gesetzlichen Rente vergleichbar ist.

MICHAEL SANTAK

Weitere Informationen zur Flexi-Rente lesen Sie in unserer Nachricht Vorzeitige Altersrente: Keine Abschläge dank Zuzahlung.

Kommentare (bitte per E-Mail an: michael.santak@wolterskluwer.com )

Norbert Glaser: "Da ich nicht weiß, wie lange ich lebe, bevorzuge ich Sachwerte zur Altersvorsorge: Immobilien und Aktien."

Dieter Brinkle: "Ich würde gerne früher in Rente gehen, aber die Rente reicht nicht und Geld für die Abschläge habe ich auch nicht."

Martina Z.: "Das finde ich gut mit der Flexi-Rente. Ich glaube, für Frauen lohnt sich das, weil sie im Allgemeinen länger leben als Männer. Die Abschläge gelten ja für beide Geschlechter in gleicher Höhe."

Patrick Schneider: "Da ich demnächst eine Kapitallebensversicherung ausgezahlt bekomme, kann ich meine Abschläge ausgleichen und mit 63 in Rente gehen. Das finde ich ganz prima."

Kurt K.: "Das kann ich mir leider nicht leisten."

Maria Continueda: "Ich habe mir ausrechnen lasse, dass ich rund 25.000 Euro in die Rentenkasse einzahlen müsste, um mit 63 mit voller Rente in den Ruhestand gehen zu können. Ich müsste diese Rente mindestens 20 Jahre lang beziehen, um mein eingezahltes wieder herauszubekommen. Da ich nicht wissen kann, ob ich 83 und älter werde, habe ich es gelassen."

Frank Wieczorek: "Mir wurde geraten, den Ausgleichsbetrag nicht auf einmal einzuzahlen, wie Herr Schneider das wohl vorhat, sondern die steuerliche Obergrenze einzuhalten. Alle Altersvorsorgeaufwendungen zusammen werden bloß bis 18.669 Euro im Jahr steuermindernd berücksichtigt."

Wer beabsichtigt, für seinen Ruhestand vorzusorgen, kann mit zahlreichen Finanzprodukten, die teilweise staatlich gefördert werden, dafür sorgen. Wertvolle Expertentipps dazu lesen Sie im Ratgeber So schließen Sie Ihre Rentenlücke.

Weitere News zum Thema

  • Keine 800 Euro Erwerbsminderungsrente

    [] Nicht jeder bleibt so gesund, dass er tatsächlich bis zur Altersrente Vollzeit arbeiten kann. Ist das der Fall, hat ein gesetzlich Rentenversicherter, sofern die gesetzlich geregelten Voraussetzungen erfüllt sind, Anspruch auf eine sogenannte Erwerbsminderungsrente. Über 1,8 Millionen Menschen haben letztes Jahr eine solche Rente bezogen. Allerdings lag die durchschnittliche Rentenhöhe selbst bei jemandem, der aufgrund eines Gesundheitsleidens überhaupt nicht mehr erwerbstätig sein kann, deutlich unter 800 Euro. mehr

  • Weniger als 570 Euro Hinterbliebenenrente im Durchschnitt

    [] Ende 2016 erhielten rund 5,7 Millionen Bürger eine gesetzliche Hinterbliebenenrente. Im Durchschnitt betrug die Rentenhöhe je Bezieher 565 Euro monatlich. Verwitwete Männer, verwaiste Kinder und junge Witwen erhielten sogar deutlich weniger. Das geht aus einer veröffentlichten Statistik der Deutschen Rentenversicherung hervor. mehr

  • Viele sehen sich von Altersarmut bedroht

    [] Fast jeder Zweite hält es laut einer Umfrage eines Versicherers für wahrscheinlich, dass er selbst im Rentenalter von Altersarmut betroffen sein wird. Doch nur wenige wissen, was sie finanziell im Alter zu erwarten haben, wie eine weitere Studie belegt. mehr

  • Sorge um die Zukunft

    [] Zwar ist die Mehrheit der Bürger mittleren Alters aktuell mit ihrer Lebenssituation zufrieden, dennoch sorgt sich jeder Zweite um seine finanzielle Einkommenssituation im Rentenalter. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV). mehr

  • Provisionen können Elterngeld erhöhen

    [] Provisionen, die der Arbeitgeber im Bemessungszeitraum vor der Geburt des Kindes zahlt, können das Elterngeld erhöhen, wenn sie als laufender Arbeitslohn gezahlt werden. Werden Provisionen hingegen als sonstige Bezüge gezahlt, erhöhen sie das Elterngeld nicht. Das hat der 10. Senat des Bundessozialgerichts am 14. Dezember 2017 in mehreren Verfahren entschieden (B 10 EG 7/17 R u. a.). mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.