Freiwilliger Rentenbeitrag sichert zusätzlichen Rentenanspruch

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Letzte Chance für Beamte und Ruheständler: Bis zum 31.12.2015 kann eine Einmalzahlung in die Rentenkasse lebenslang eine kleine Rente bringen.

Viele Beamte haben vor dem Eintritt in den Beamtenstatus zwei oder drei Jahre sozialversichert gearbeitet. Sie kommen aber nicht auf die für einen gesetzlichen Rentenanspruch erforderlichen fünf Jahre. Wichtig zu wissen: Bis Ende 2015 können die Betroffenen sich mit einer Einmalzahlung eine kleine Rente sichern.

Die Nachzahlung lohnt sich besonders auch für Mütter, bei denen die anerkannte Kindererziehungszeit nicht ausreicht, um die Fünf-Jahres-Wartezeit bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu erfüllen.

Das regelt § 282 Abs. 2 SGB VI. Das Recht haben Versicherte, die bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze die in der gesetzlichen Rentenversicherung geltende allgemeine Wartezeit von fünf Jahren nicht erfüllt haben. Die Betroffenen können auf Antrag freiwillige Beiträge für so viele Monate nachzahlen, wie zur Erfüllung der allgemeinen Wartezeit noch erforderlich sind – und zwar auf einen Schlag. Das Recht haben auch Personen, die bereits das reguläre Rentenalter überschritten haben.

Beispiel:

Ein 66-jähriger pensionierter Beamter kann drei Versicherungsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung vorweisen. Diese würden ihm derzeit eine Altersrente in Höhe von 50,00 € sichern – theoretisch. Denn da er nur drei Versicherungsjahre vorweisen kann, erfüllt er die fünfjährige Wartezeit nicht. Bis Jahresende 2015 kann er auf Antrag für 24 Monate freiwillige Beiträge in die Rentenkasse entrichten. Dabei kann es sich lohnen, den Höchstbetrag von ca. 13.000,00 € pro Jahr einzuzahlen, insgesamt also 26.000,00 €. Dies ergibt einen zusätzlichen Rentenanspruch von ca. 120,00 € Monatsrente. Der Betroffene kann damit, da er die Wartezeit erfüllt, zusammen mit den bereits bestehenden Ansprüchen eine Altersrente in Höhe von monatlich 170,00 € erhalten, das sind 2.040,00 € im Jahr. Hinzu kommt für Beamte, die ja in der Regel privat krankenversichert sind, noch ein Zuschlag von 7,3 % für die Krankenversicherung. Für Ältere, die bislang von gesundheitlichen Einschlägen weitgehend verschont geblieben sind, ist diese Nachzahlungsmöglichkeit eine recht profitable Angelegenheit. Dies gilt umso mehr, als 80 % des Nachzahlungsbetrags derzeit (2015) von der Steuer absetzbar sind.

Folgender Tipp ist für Beamte wichtig

Sie sollten – bevor Sie die Möglichkeit der Nachzahlung freiwilliger Beiträge nutzen – mit ihrem Dienstherrn klären, ob und inwieweit eine später gezahlte gesetzliche Rente mit ihren Pensionsansprüchen verrechnet wird. Für Beamte, die längere Zeit in Teilzeit tätig waren und zuletzt wieder Vollzeit beschäftigt waren, dürfte die Verrechnungsgefahr meist nicht bestehen. Zudem wird der Teil der Rente, der auf freiwilligen Beiträgen basiert, grundsätzlich nicht auf die Pension angerechnet. Das bedeutet beispielsweise: Wenn ein Beamter für fünf Jahre freiwillige Beiträge in die Rentenkasse einzahlt, wird der Teil der gesetzlichen Rente, der auf dieser Beitragszahlung beruht, nicht auf die Beamtenpension angerechnet.

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