Freiwillige Beiträge zur GRV können sich lohnen

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Ob sich freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rente im Vergleich zu kapitalgedeckten Renten (Rürup-Rente, Riester-Rente, Privatrente = Rente aus privater Rentenversicherung) wirklich lohnen, hängt von zwei wesentlichen Punkten ab.

Entscheidend sind:

  • persönliche Anzahl der Jahre bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze
    (je weniger Jahre bis zum vollendeten 65. Lebensjahr, desto besser;
    aktuell also bis Jahrgang 1949);

  • gesetzliche oder private Krankenversicherung des künftigen Rentners
    (bei privater Krankenversicherung umso besser, da die Deutsche Rentenversicherung auf Antrag noch einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung in Höhe von 7,3 % der gesetzlichen Rente gewährt).

Am besten schneiden rentennahe und privat krankenversicherte Personen (z.B. pensionierte Beamte und Freiberufler) ab, da sich die garantierte Rente für einen Entgeltpunkt auf aktuell 368,38 € (= 343,32 × 1,073) erhöht und der Rentensatz auf 5,59 % steigt (= 368,38 € × 100 : 6.588,00 €).

Für gesetzlich krankenversicherte Rentner (z.B. ehemalige Angestellte) sinkt der Rentenzahlbetrag für einen Entgeltpunkt jedoch auf aktuell bis zu 307,27 € pro Jahr, da von der Bruttorente noch ein Beitrag zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung in Höhe von 10,5 % bei kinderlosen Rentnern abgezogen wird. In diesem Fall sinkt der Rentensatz auf 4,66 % (= 307,22 € × 100 : 6.588,00 €).

Überlegen Sie, mit freiwilligen Beiträgen zur gesetzlichen Rente für eine zusätzliche Altersvorsorge vorzusorgen, sofern Sie rentennah (bis Jahrgang 1949) und privat krankenversichert sind und zudem über entsprechende finanzielle Mittel verfügen.

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