Freiberufler: Kindererziehungs-Antrag bei Rentenkasse kann lohnen

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Berufsständische Versorgungswerke mögen in puncto Leistung generell mehr bieten als die gesetzliche Rentenversicherung. Bei der Anerkennung von Kindererziehungszeiten hapert es aber. Hier gilt jedoch: Wenn die Versorgungswerke weniger bieten als die GRV, können die Betroffenen Kindererziehungszeiten bei der gesetzlichen Rentenversicherung vormerken lassen.

Die Versorgungswerke bieten in Bezug auf Kindererziehungszeiten durchweg wenig – und manche auch gar nichts. Der Gesetzgeber hat jedoch nach einem Urteil des Bundessozialgerichts berufsständisch Versicherten, die eigentlich von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreit sind, die Möglichkeit gegeben, Kindererziehungszeiten bei der GRV anerkennen zu lassen. Das geht immer dann, wenn die berufsständische Versicherung weniger bietet als die gesetzliche. Für die Betroffenen kann es damit nach Erfüllung der fünfjährigen Wartezeit eine kleine zusätzliche Kinderrente geben. Dies geschieht allerdings nicht automatisch. Die Rentenversicherung weiß ja gar nicht, wer davon als Mutter oder Vater betroffen ist. Zudem muss in jedem Einzelfall geprüft werden, ob in der jeweiligen Versorgungseinrichtung die Kindererziehungszeit tatsächlich geringer bewertet wird als in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Betroffenen müssen daher einen Antrag auf Anerkennung der Kindererziehungszeiten stellen.

Unser Geldtipp

Auch berufsständisch Versicherte können seit August 2010 freiwillige Beiträge zur GRV zahlen, um die fünfjährige Wartezeit für die reguläre Altersrente zu erfüllen.

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